Ein wenig wie die Schwarzföhre
Von Einzelkämpfern zu einem großen Gemeinsamen

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Das Gemeindegebiet von Hernstein erstreckt sich zwischen dem Triesting- und dem Piestingtal. Die 7 Ortsteile, Hernstein, Aigen, Alkersdorf, Neusiedl, Grillenberg, Kleinfeld und Pöllau, liegen im größten zusammenhängenden Schwarzföhrengebiet Mitteleuropas. Bis 1971, vor der Gemeindezusammenlegung unter LH Andreas Maurer, bestand das heutige Gemeindegebiet aus den drei Gemeinden, zum einen Aigen- Hernstein- Alkersdorf weiters Grillenberg- Pöllau sowie Kleinfeld und Neusiedl. Ganz natürlich das so ein Zusammenschluss nicht ganz ohne Friktionen von statten gehen konnte aber im großen und ganzen erfolgte der Übergang sehr geregelt und geordnet, mit dem gemeinsamen Ziel dem Wohl und der Interessen der Gemeindebürger und Bürgerinnen gerecht zu werden. 

Eine Einheit aber mit Eigenständigkeiten

Heute stellt das Gemeindegebiet von Hernstein eine starke Einheit dar. Jedoch ohne das die einzelnen Gemeindeteile ihre Eigenheiten aufgegeben haben. So befinden sich fünf freiwillige Feuerwehren im Gemeindegebiet. Die jede für sich selbständig agiert, eigene Feste feiert und so doch einen großen wirtschaftlichen Faktor im Gemeindegebiet darstellt. jedoch wenn es darauf ankommt gemeinsam für Sicherheit der Gemeindebürger sorgt. Ebenso stellen die einzelnen Ortsverschönerungs-, Kultur-, Sport- und Musikvereine die Eigenständigkeiten der einzelnen Ortsteile sicher und sorgen dafür das das Vereinsleben weiter erhalten bleibt.
Vorteil dieser Einheit und  Eigenständigkeiten ist auch, dass örtliche Projekte effizienter und zielgerichteter umgesetzt werden können. wie z.b. der neue Spielplatz mit Begegnungszone für die Erwachsenen bei der Feuerwehr in Neusiedl. Geplant und Entworfen von den Kindern im Projekt "Kinder gestalten Gemeinde" gemeinsam umgesetzt von der Feuerwehr und dem Verschönerungsverein. Das Material von der Gemeinde, die Maschinen von den Bauern der Umgebung zu Verfügung gestellt aufgebaut von freiwilligen Helfern in vielen Stunden ihrer Freizeit, abgenommen und für gut befunden von den Kindern. Und darauf können der Obmann des Verschönerungsvereins, Karl Ganneshofer, und Fr. Bürgermeister, Michaela Schneidhofer, mit Recht stolz sein.
Ein weiteres Beispiel ist Grillenberg. Hier wurde das in die Jahre gekommene Vereinshaus des Sportvereins Grillenberg generalsaniert.
Beim Sportverein Grillenberg, vom ehemaligen Bürgermeister Leopold Nebel gegründet, stand die Generalsanierung ihres Vereinshauses dringend an. Gemeinsam mit der Gemeinde und den Vereinsmitgliedern gelang in kürzester Zeit die Generalsanierung. VzBgm. Hubert Karl übernahm die Bauaufsicht, von der Gemeinde kam das Material und die Vereinsmitglieder sowie zahlreiche Helfer stellten ihre  Arbeitskraft zur Verfügung. Jetzt erstrahlt das Vereinshaus wieder im neuen Glanz. Zum drübersteuen wurden auch Zaun und Altstoffsammelstelle bei der Feuerwehr Grillenberg erneuert. Für die Zeit, sobald bei der Feuerwehr wieder Festln gefeiert werden dürfen.

Von harter Arbeit zu einem modernen Gemeindeleben

Harte Arbeit prägte den Alltag der Bevölkerung des Gemeindeverbundes in der Vergangenheit. Liegt das Gemeindegebiet in Europas größtem zusammenhängenden Schwarzföhrengebiet. Somit zählte Hernstein, neben Piesting, bis 1970 zum Zentrum der Pecherei. Vom flüssigen Gold der Schwarzföhren lebten die Bauern und viele kleine, selbstständige Pecher. In mühevoller Arbeit, die dem Jahreszyklus unterworfen war, verdienten sich Männer, Frauen und Kinder ihren Lebensunterhalt und ernährten damit ihre Familien.
Heute ist der Jahreszyklus der Pecher, sehr eindrucksvoll, im im 1989 von Pfarrer Rupert Marx und dem damaligen Bürgermeister Leopold Schneidhofer gegründeten und 2013 neu adaptierten, Pechermuseum dargestellt. Jeden Sonn- und Feiertag geöffnet und frei zugänglich. Die Führungen durch die hellen und liebevoll gestalteten Räumlichkeiten erfolgen durch die Mitglieder des Museumsvereins, freiwillig und unentgeltlich. Einer davon, ehemaliger Bürgermeister Leopold Nebel, weiss ganz gut wovon er berichtet. War er in seiner Jugend selbst einer der Pecher und wenn er mit leuchtenden Augend und Stolz berichtet wie er mit Zeschhacke, Rinder, Fürhacke, Anschlageisen, Hobel und der Pechpittel den Schwarzföhren das flüssige Gold entlockte, kann nachgefühlt werden wie hart damals der Arbeitsalltag war. 3000 bis 5000 Bäume, je Pecher, mussten 2 mal die Woche kontrolliert, bearbeitet und abgeerntet werden.
Was blieb, aus dieser Zeit, ist der Bezug die Dankbarkeit und die Identifizierung mit der Spenderin des flüssigen Goldes, die das Überleben von vielen Familien sicherte. Und ein wenig wie die Schwarzföhre, ein wenig stachelig, sehr hart im Nehmen, unverwüstlich und stark in der Landschaft stehend stellt sich auch die Bevölkerung rund um Hernstein dar. Mit dem Bockerklopfer, ein aus der Kraft der Föhre, neu kreiertem Getränk, will man an den, überall im Gemeindegebiet erkennbaren, Bezug zur Föhre hinweisen.

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