Andreas Graf auf eigene Faust unterwegs

EBREICHSDORF. Ohne Team Manager, Physiotherapeut und Mechaniker auf Übersee unterwegs. Da das Geld im Bahnradsport knapp ist wird gespart wo es nur geht. Nach den europäischen Weltcups in Pruskow (Pol) und Manstester (Gbr) finden nun die Übersee Weltcups statt.

Anfang Dezember in Milton (1-3.12 Kanada) und letzte Woche in Santiago de Chile (8-10.12 Chile). Während Prinz (Andreas Graf) seine Runden In den Einzelbewerben dreht - steht Andreas Müller (Mü) am Betreuer Sektor und umgekehrt. Daweil stand der Beginn der Reise unter keinen guten Sternen, denn Andreas Grafs Gepäck ist auf der Reise von Mallorca über Barcelona, Amsterdam nach Toronto irgendwo verloren gegangen und erst in Santiago de Chile wieder aufgetaucht. Nur blöd für jemanden der wenige Stunden später einen Weltcup fahren soll. Zum Glück hat Prinz die wichtigsten Sachen wie Radschuhe, Helm und Rennanzug immer im Handgepäck dabei und zum Glück kamen Teile des Rennrades an. Doch leider fehlten wichtige Bestandteile wie Sattel, Sattelstütze, Pedale und Lenker. Doch die beiden Össis die im internationalen Fahrerfeld sehr erfolgreich und immer geschätzt sind haben sich Hilfe gefunden bei anderen Nationen und sich alle Teile zusammengeborgt. Und dann hieß es schon wenige Stunden nach den vielen und anstrengenden Flügen - 3,2,1 und Startschuss zum Punktefahren. Erstaunlich was der Prinz in den Beinen hat, denn er konnte mit zusammen gebastelten Bahnrad und all dem Stress so einfach mal 5 im Punkterennen bei einem Weltcup werden (punktegleich mit dem 4ten). Im gemeinsamen Madison Bewerbe holten sie sich Platz 8.

Von Milton ging es dann weiter nach Chile wo die beiden Andreas ( A-Team) mit ihrer Form und Taktik punkten konnten. Am Samstag holten Sie sich in der olympischen Disziplin im Madison Bronze im Weltcup. Der Sterne im Bahnradsport stehen also im Zeichen für den Prinzen aus Nö und seinen Madison-Partner Andreas Müller der mittlerweile offizieller Nationaltrainer ist und sich nebenbei noch um den Nachwuchs in Österreich kümmert. Dies bedeutet aktuell Platz 3 im Gesamt- Weltcupranking wo es dann beim letzten Weltcup im Minsk (19-21.1.2018) heißt das Gesamt-Podium zu verteidigen.

Zum Abschluss in Chile war gestern noch das olympische Omnium am Programm wo Andreas Graf sich mit dem letzten von 4 Bewerben knapp nicht aufs Podest radelte. Platz 5 für den Prinzen im Omnium. Da er erst im September mit dieser Disziplin begonnen hat ist dies ein absolut zufriedenstellend Ergebnis beim seinem ersten Weltcup im Omnium.

Da die Disziplinen Madison und Omnium nun im olympischen Programm aufgenommen worden und im Visier der beiden Österreicher sind ist das nächste große Ziel Tokio 2020.
Aber bis dahin ist noch ein langer Weg der zuerst mal noch über Minsk führt.

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