31.01.2018, 12:30 Uhr

Die sanften Riesen aus Leobersdorf

LEOBERSDORF (finni). Wenn man den Garten der Familie Panzenböck betritt, schauen einem sieben löwenähnliche, riesen große Geschöpfe entgegen und man vernimmt ein tiefes Bellen. Bei genauerem Hinsehen findet man traumhaft schöne Do Khyi - die auch als Tibet Mastiff und Tibet Doggen bekannt sind - die "Schoßhündchen" von Michaela Panzenböck, die als Einzige diese edle Hunderasse in Österreich züchtet.

Die sanftmütigen Wächter
Niemand würde es wagen, den Garten oder das Haus der Dachdeckerfamilie "Felkl-Panzenböck" zu betreten. "Sie lassen vielleicht jemanden hinein, aber sicher niemanden mehr hinaus", meint die stolze Hundebesitzerin lachend. Tatsächlich sind diese einzigartigen Hunde nicht nur eine imposante Erscheinung, sondern werden in ihrem Heimatland Tibet tagsüber an Ketten vor den Klöstern angehängt und am Abend als Wächter auf die Straße gelassen, damit die Tibeter beruhigt schlafen können. Dabei sind sie auch durchaus Familienhunde, die richtige Schmuser sein können. Die Familie Panzenböck ist im Dauereinsatz, zumal zurzeit auch noch acht Hundebabys ihr Unwesen treiben. "Die Welpen sind nicht einmal noch auf der Welt, sind sie schon alle vergeben und jeder bekommt einen Traumplatz. Einer kommt sogar zu einem Scheich nach Dubai", meint Panzenböck, die ihre Hunde als Kinder sieht - und so werden sie auch gehalten.

Ganz spezielle Ausbildung
Auch die Mutter der rührigen Züchterin, Elfi Felkl, ist bei der Welpenaufzucht im Dauereinsatz: "Wir habe ja mit unseren Tieren einen echten Vogel, sie werden sogar mit Videos auf die Welt vorbereitet (sozialisiert) und das in verschiedene Sprachen, damit sich unsere Babys vor nichts fürchten, wenn wir sie weitergeben", meint die "Hundeoma". Der Do Khyi ist als Rasse erst seit 40 Jahren in Europa und Amerika bekannt. Wie sein Äußeres wurde auch das Naturell der Hunde durch die stille karge Landschaft mit ihren tiefgläubigen Menschen geprägt. Seine herausragendsten Eigenschaften sind seine unerschütterliche Sturheit, sein phänomenales Gedächtnis, seine hervorragende Beobachtungsgabe und seine wache Zurückhaltung, denn seine Gunst verschenkt der Do Khyi nicht freizügig, sondern "wohl überlegt", aber dafür für immer. Die stattlichen Hunde bringen schon mal an die 70 Kilo auf die Waage, wobei die Weibchen ein bisschen "zarter" sind. Unter dem Zwingernamen "Günga Nimas" - tibetisch für "Wintersonne" - züchtet Panzenböck diese imposanten Geschöpfe mit Hingabe und vor allem mit ganzem Herzen. Unnötig zu erwähnen, dass zahlreiche Auszeichnungen und Preise das "Hundezimmer" schmücken.

Mehr Informationen finden sie unter www.tibet-mastiff.at.
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