18.12.2017, 08:57 Uhr

Eine Reise ohne Wiederkehr

One Way-Ticket: Nach der NIKI-Pleite hieß es für Oberwaltersdorfer plötzlich "Nichts geht mehr".

OBERWALTERSDORF/TENERIFFA (les). Normalerweise ist es der Filmemacher Danny Bellens, der am Filmset als Regisseur sagt, wo es lang geht. Zwischen Amerika und Österreich pendelt er laufend problemlos, doch jetzt steckt er fest - und das ausgerechnet im ersten Urlaub seit vielen Jahren.

Kein ganz perfekter Urlaub
Bellens und seine Lebensgefährtin Nikita Black freuten sich sehr auf die freien Tage: "Nachdem die letzten Dreharbeiten für unseren Film "MY JURASSIC PLACE" in Los Angeles abgeschlossen waren, wollten wir ausspannen und Energie tanken. Gesagt getan, buchten wir im November eine Woche All-inclusive 4,5 Sterne Urlaub auf Teneriffa auf Empfehlung des Reisebüros mit der Fluggesellschaft NIKI." Nach einigen kleinen Schönheitsfehlern, wie einer zweieinhalbstündigen Busfahrt, kalten Speisen und Unfreundlichkeit, genossen die beiden Oberwaltersdorfer ihren Urlaub.

Zurück auf eigene Kosten
Am fünften Tag ihres Aufenthalts erfuhren die beiden durch die Nachrichten von der Insolvenz der Fluggesellschaft NIKI: "Am Donnerstag Vormittag wurde uns an der Rezeption mitgeteilt, dass sie nicht zuständig sind, sondern unser Reisebüro ALLTOURS, wir mögen uns doch bitte dort informieren. Nach einer etwas längeren Diskussion wurde ein Telefonkontakt hergestellt und uns wurde mitgeteilt, dass viele Menschen betroffen sind und sie sich bei uns über das Hotel melden werden, wenn es neue Informationen gibt. Am Freitag Abend wurde uns gesagt, dass es noch keine Informationen gebe und wir, wie geplant, das Zimmer Samstag Mittag räumen müssen." Samstag Vormittag wurde von ALLTOURS schließlich mitgeteilt, dass der ursprüngliche Flug auf CONDOR umgebucht wurde und nach Zürich gehe. Danach müsse man sehen, wie man nach Hause käme und das auf eigene Kosten. "Wir haben uns online einen Flug von Zürich nach Wien gebucht und mussten 319 Euro pro Person bezahlen. Uns tun die anderen Betroffenen leid, die nicht über die Mittel verfügen und jahrelang für den Urlaub gespart haben. Es gibt keinerlei Kommunikation und man ist auf sich alleine gestellt. Das ist nicht in Ordnung."
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