03.02.2018, 01:07 Uhr

Mit Blaulicht zweimal um die Welt

Abteilungskommandant Johann Kasmader, Bürgermeister Andreas Ramharter, Dienststellenleiter Peter Neufeld und Stellvertreter Ronald Bednar präsentieren eine stolze Rettungsbilanz 2017. (Foto: Marktgemeinde Leobersdorf)

16.000 Stunden Dienst und 90.000 Kilometer im Rettungsauto: das Rote Kreuz Leobersdorf präsentierte seine erste Jahresbilanz im neuen Rettungshaus.

LEOBERSDORF. Erste Geburtstagskerze für die neue Rettungsstelle: Seit etwas mehr als einem Jahr ist das Rote Kreuz Leobersdorf nun in seinem neuen Stützpunkt neben Feuerwehr und Polizei in der Enzesfelder Straße beheimatet. 80 Ehrenamtliche und ein hauptamtlicher Rot-Kreuz Mitarbeiter sind in Leobersdorf dort derzeit tätig. Das Team hat sich mittlerweile gut eingelebt – und zieht zufrieden eine erste Bilanz. Dienststellen-Leiter Peter Neufeld: „2.700 Einsätze waren es 2017, die wir im Rettungs- und Ambulanzdienst oder als Krankentransport gefahren sind. Mehr als 90.000 Kilometer waren unsere zwei Rettungsfahrzeuge dabei Tag und Nacht unterwegs – mehr als zweimal rund um den Erdball also.“ Das Einsatzgebiet beschränkt sich dabei nicht nur auf die Triestinggemeinde, erklärt Dienststellenleiter-Stellvertreter Ronald Bednar: „Da wir uns beim Roten Kreuz gegenseitig unterstützen, fahren wir im gesamten Bezirk Baden.“ Rund die Hälfte der Ehrenamtlichen in Leobersdorf - also knapp 40 - fahren aktiv im Rettungsdienst mit. „Zum Wohle der Bevölkerung, völlig ohne Bezahlung wohlgemerkt“, so Bednar. Rot Kreuz-Dienststellenleiter Peter Neufeld: „Wir bemühen uns 365 Tage im Jahr, 24 Stunden lang Tag und Nacht besetzt zu sein. Tagstunden werden dabei von Hauptamtlichen und Zivildienstleistenden besetzt. Nacht- und Wochenenddienste werden ausschließlich von Ehrenamtlichen übernommen.“ Im Schnitt zwei Dienste pro im Monat fallen da für jeden an. Zusammengezählt 16.000 Dienststunden wurden 2017 vom Roten Kreuz Leobersdorf geleistet – der Großteil davon ehrenamtlich. Verkehrsunfälle sind dabei immer weniger ein Einsatzgrund, so Bednar: „Es teilt sich auf in ca. 50 % Krankentransporte und 50 % Rettungstransporte, hier allen voran interne Notfälle wie Kreislaufkollapse oder Herzinfarkte. Die Autos werden immer besser, Straßen immer sicherer und die Autofahrer immer vorsichtiger - Unfälle werden dadurch seltener, Gott sei Dank!“ Dafür gibt es auch vermehrt Arbeit neben dem Tagesgeschäft: Erste Hilfe- und Arbeitnehmerschutz-Kurse werden abgehalten, dazu kommt auch der Sanitätsdienst bei Veranstaltungen, etwa beim Brückenlauf. Mehrmals im Jahr werden auch Blutspenden gesammelt, so Neufeld: „Bei vier Blutspendeaktionen haben wir im Vorjahr 430 Spender zur Ader gelassen.“ Um die stetig zunehmenden Aufgaben besser bewerkstelligen zu können, gibt es seit dem Vorjahr auch eine Zusammenarbeit mit dem Oberen Triestingtal, erklärt der Diensstellenleiter: „Wir haben eine Kooperation mit der Bezirksstelle Berndorf, wo wir gegenseitig sehr viele Synergien nutzen können. So machen z.B. auch Zivildienstleistende von dort bei uns Dienst.“ Reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Bezirksstellen ermöglicht auch extrem schnelle Einsatzbereitschaft– die im Ernstfall Leben retten kann, weiß Neufeld: „Wir sind in unter 10 Minuten nach Alarmierung am Einsatzort.“ Bürgermeister Andreas Ramharter (Zukunft Leobersdorf) gratulierte zur beeindruckenden Bilanz: „Es ist mir sehr wichtig, dass wir für unsere Bürger einen eigenen Stützpunkt für hochmoderne Rettungsversorgung im Ort sichern konnten. Ich danke allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die bei uns in Leobersdorf Tag und Nacht im Einsatz sind und so Hilfestellung im Notfall garantieren.“ Interessierte aufgepasst: Der nächste Infoabend für alle, die vielleicht schon bald selbst eine Sanitäterjacke anhaben möchten, findet am 16. Februar in der Bezirksstelle Berndorf und am 16. März im Rot Kreuz-Haus Leobersdorf statt – Beginn ist jeweils um 19 Uhr.
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