27.03.2017, 12:49 Uhr

Strafe oder Provokation

Strafe kassiert: Walter G. aus Blumau erkannte keine Absicht den Schutzweg zu benutzen und hielt deshalb nicht an.

Blumauer Autofahrer fühlt sich ungerecht behandelt und wittert absichtliche Abzocke der Exekutive.

BLUMAU/GÜNSELSDORF (lorenz). Walter G. aus Blumau fühlt sich von der Polizei provoziert. „40 Euro musste ich zahlen und das obwohl ich glaube unschuldig zu sein“, beschwert sich Walter G. Er fuhr mit seinem Auto am 21. März nach Teesdorf in die Apotheke. Auf der Bahnstraße vor einem Schutzweg, bemerkte er einen Mann, an der Hand führte er ein Kind. „Der Mann stand in der Mitte des Gehsteiges und machte keine Anstalten über den Schutzweg zu gehen“, so der Eindruck von Walter G.

Strafe fürs Weiterfahren

Er fuhr weiter, allerdings nicht allzuweit, denn: „...etwa 200 Meter nach dem Schutzweg wurde ich von einem uniformierten Polizisten aufgehalten und bekam eine Geldstrafe, weil ich nicht stehen geblieben bin. Und das ist für mich Provokation. Der Mann in Zivil war nämlich ebenfalls Polizist. Außerdem hätte ich jederzeit stehenbleiben können.“ So sieht Walter G. die Situation. Und was sagt die Polizei dazu?

Übung mit Schulkindern

„Grundsätzlich muss der Autofahrer dem Fußgänger ein Überqueren des Schutzweges ermöglichen oder zumindest Augenkontakt mit dem Fußgänger hergestellt werden“, meint Bezirkskommandant Oberst Wolfgang Eisenkölbl. „Und in diesem Fall, hätte der Mann mit dem Kind am Gehsteigrand stehen sollen? Das Kind könnte sich jederzeit losreißen. An diesem Tag fand eine Verkehrserziehung der Polizei mit Schulkindern statt. Das Thema war: wie benütze ich richtig den Schutzweg?" Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu diesem Thema an steinfeld@bezirksblaetter.at.
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gernot pauer aus Steinfeld | 27.03.2017 | 14:15   Melden
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