09.11.2017, 21:51 Uhr

Unbekannter terrorisiert Leobersdorfer Firma

LEOBERSDORF (lorenz). „Das ist ein komplizierter aber auch interessanter Fall“, meint ein ermittelnder Polizist, „wir haben einen Verdächtigen und ich kann sagen, die Schlinge wird enger.“ Der Täter soll folgende Delikte begangen haben: Mobbing, Betrug und Wiederbetätigung, schwere Erpressung, Drohungen, vortäuschen strafbarer Handlungen und Missbrauch von Notzeichen. Begonnen hat der Unbekannte seine „Karriere“ mit dem Nicknamen „Jonas Meier“. Unter diesem Pseudonym schickte er im Juni E-Mails an den Angestellten einer Firma in Leobersdorf. Darin drohte er, dessen Tochter zu missbrauchen und zu töten. Dann änderte er seinen Nicknamen in "Jonathan Judenwald." Jetzt wurde die Firma selbst zu seinem Opfer. Er bestellte verschiedene Sachen im Internet und ließ die Zahlungen von einem Firmenkonto abbuchen, das nur sehr wenigen Mitarbeitern in diesem Betrieb bekannt war. Die Firmenleitung wurde von Deutschland aus angerufen, wann denn die Angestellten bei einem Hypnoseseminar erscheinen würden, es wäre immerhin schon bezahlt. Mit einem Wort, die Firmeninhaber mussten immer wieder andere Betriebe aufklären, dass sie keine Bestellungen gemacht haben, um einen finanziellen Schaden abwenden zu können. Es wurden auch Visitkarten von dem Täter für diesen Leobersdorfer Betrieb bestellt, mit Namen und dem Zusatz: „der ewige Jude“. Selbst in Innsbruck rief der Täter in einer Klinik an, behauptete seine Tochter missbraucht zu haben - sie würde ärztliche Hilfe brauchen - dabei gab er die Telefonnummer der Firma an. Im August wurde eine andere Firma von ihm aufs Korn genommen. Hier drohte er alle zu erschießen, wenn sie nicht 10.000 Euro bei seinem ersten Opfer hinterlegen. Die Geschäftsführerin bekam eine SMS mit den Worten: „Ich dich töten“. Worte zu verdrehen gehört offenbar zu den Spezialitäten des Täters. Sowohl die Mails als auch die Anrufe und SMS sind nur sehr schwer zurückverfolgen. Sollten Sie Hinweise auf die Identität des Täters geben können, wenden Sie sich bitte umgehend an die nächste Polizeidienststelle.
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