29.10.2017, 22:17 Uhr

Natascha Matouseks erstes Jahr

Am 20. Oktober 2016 übernahm Natascha Matousek den Chefsessel und wurde Bürgermeisterin der Marktgemeinde Oberwaltersdorf. „Der schönste Beruf der Welt“, gesteht sie offen, dass sich im letzten Jahr für sie auch viel verändert hat. „Ich widme mich meinem Amt Vollzeit, was einen intensiven Bürgerkontakt ermöglicht. Denn Matousek kümmert sich nicht nur täglich um die laufenden Aufgaben am Gemeindeamt, auch die Willkommensgeschenke für Oberwaltersdorfs Neubürger und Gratulationen zu Bürgerjubiläen überbringt sie persönlich. „Da kann es schon mal vorkommen, dass aus einer Stunde zwei werden, denn zuzuhören ist mir ganz einfach wichtig“, unterstreicht sie.

Nichts desto trotz ist sie in diesem Jahr in ihrer neuen Rolle „angekommen“. Und sie hat das Ziel ihrer Arbeit klar im Blick: „Oberwaltersdorf soll Oberwaltersdorf bleiben und nicht Oberwaltersstadt werden“. Was sie damit genau meint? „Die Vorzüge der Gemeinde, die sich durch ihre starke Gemeinschaft auszeichnet, liegen klar auf der Hand. Im Gegensatz zu anonymen Großstädten wird die Nachbarschaftshilfe, das Mit- und Füreinander großgeschrieben, ganz gleich ob es sich um das Vereinswesen, Aktionen wie ‚Gemeinsam.sicher‘ oder aber um Organisationen wie das Ferienspiel dreht – in Oberwaltersdorf packen alle mit an. Die Oberwaltersdorferinnen und Oberwaltersdorfer verstehen es aber auch gemeinsam Fest zu feiern“, beschreibt die Bürgermeisterin ihre Gemeinde charmant.

Täglich aufs Neue übernimmt Matousek auch gerne Verantwortung – „schließlich dienen alle Vorhaben exakt diesem von mir definierten Ziel, ganz gleich ob es sich um die Ortsentwicklung, die Verkehrsinfrastruktur oder um die Weiterentwicklung von Bürgerserviceeinrichtungen dreht“. Viele entsprechende Projekte wurden bereits umgesetzt, andere sind in der Pipeline. „Gemeinsam mit meinem Team habe ich mir aber auch viel vorgenommen, um Oberwaltersdorf noch lebenswerter zu machen“, blickt die Ganztagsbürgermeisterin in die Zukunft. Bereits im kommenden Jahr werden die Weichen für den Kindergartenzubau im Haus Mirijam gestellt, unweit davon „Junges Wohnen“ konkretisiert, Oberwaltersdorfs Betriebsgebiet erweitert, der Hochwasserschutz vorangetrieben und u.a. Programm und Marketing der Bettfedernfabrik Neu festgeschrieben. „Bei all diesen Vorhaben ist mir als Teamplayerin vor allem eines wichtig: Transparenz und Nachhaltigkeit“, stellt sie klar.

Ob sie es als Frauen in höchster Führungspositionen schwerer hat? lacht. „Meine Tochter sagte irgendwann zu mir, früher hast du uns bemuttert, jetzt bemutterst du den ganzen Ort“. Damit hat sie zweifelsohne Recht, denn ich setze mich gerne für andere ein. Als Bürgermeisterin habe ich auch die Möglichkeit dazu. Das Jahr verging für Matousek dadurch freilich rasend schnell – „dabei gleicht kaum ein Tag dem anderen, es macht mir aber jeder einzelne auch sehr viel Freude“, gesteht sie.

Oberwaltersdorf ist in jeder Weise auf einem sehr guten Weg. „Ein sehr kompetentes Team ermöglicht aber auch neue Wege, etwas in Sachen Aufgaben und Ausgabenkritik. Gesunde Gemeindefinanzen sind schließlich, wie im privaten Haushalt, das A und O einer erfolgreichen Zukunftsentwicklung“. Worauf sich Bürgermeisterin Natascha Matousek besonders freut? „Auf die Vorweihnachtszeit in Oberwaltersdorf in der heuer auch unsere Kirche wieder hell erleuchtet sein wird“.
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