17.12.2017, 11:08 Uhr

Streit wegen Lärmschutzverordnung

Im Gespräch mit den BEZIRKSBLÄTTERN wünscht sich Gernot Pauer, "...dass es noch zu einer friedlichen Lösung kommt."

Bautätigkeit in Blumau-Neurisshof sorgt bei einem einzigen Anrainer für Gründe zur Beschwerde.

BLUMAU-NEURISSHOF (kost). Gerade in einer kleinen Gemeinde ist es wichtig, neues Siedlungsgebiet zu erschließen. Dieser Ansicht ist auch Bürgermeister Gernot Pauer aus Blumau. So kam es, dass vor einiger Zeit am Eulenweg Baugründe verkauft und verhandelt wurden. Da alle Liegenschaften ziemlich zeitgleich unter den Hammer kamen, wurde auch zeitgleich zu bauen begonnen.

Beschwerde bei der BH
Bürgermeister Gernot Pauer sieht hier Vorteile für alle: "Durch die gemeinsamen Bautätigkeiten, werden die Häuser zur selben Zeit fertig. Das bedeutet Baulärm über einen geringeren Zeitraum, als wenn nacheinander gebaut werden würde." Ein ortsansäßiger Jurist aus der Nachbarschaft (Name der Redaktion bekannt) sieht das jedoch anders und fühlt sich in seiner Ruhe massiv gestört. Pauer erläutert: "Der Herr beschwerte sich bei der BH Baden. Allerdings nicht über die Bauherren, sondern über meine Person. Ich wäre verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die geltende Lärmschutzverordnung eingehalten wird."

Bitte um mehr Toleranz
Weitere Vorwürfe lauteten sinngemäß, dass Pauer sich nicht um die Vorwürfe kümmern würde, um keine Wählerstimmen zu verlieren. "Auch beim Land wurde Beschwerde eingebracht. Ein Antrag auf Verschärfung der Lärmschutzverordnung wurde im Gemeinderat behandelt und einstimmig abgelehnt", so Pauer weiter. Die Gemeinde ersuchte schließlich die BH Baden um Unterstützung bei der Kontrolle der Vorschriften durch die Exekutive. Nach mehrmaliger Überprüfung durch die zuständigen Stellen, wurde keine Übertretung festgestellt. Der Ortschef abschließend: "Die Bauherren wurden schriftlich darauf hingewiesen, die Ruhezeiten strikt einzuhalten. Ich fahre selbst täglich um 22 Uhr eine letzte Runde durch Blumau, um ein wenig nach dem Rechten zu sehen. Aber auch ich habe irgendwann Freizeit und sehe mich nicht als Ordnungshüter oder Sheriff. Meine Bitte ist, im Sinne eines Miteinanders, in dieser Ausnahmezeit der Bautätigkeit, ein wenig Toleranz zu üben."
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