Demenz-Service NÖ bietet kostenlose Einzelberatungen im Bezirk Tulln

NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter und NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger begrüßen das Angebot des Demenz-Service NÖ.
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TULLN (pa). Das Demenz-Service NÖ bietet im Rahmen eines Pilotprojektes kostenlose persönliche Einzelberatungen im Bezirk Tulln an. Über die NÖ Demenz-Hotline 0800 700 300 (Mo. bis Fr. 8:00 bis 16:00 Uhr) können Sie einen Termin bei sich zu Hause vereinbaren. Ebenso können Sie die Sprechstunden in den NÖGKK-Service-Centern Tulln (jeden 2. Mittwoch im Monat, 13:00 - 15:00 Uhr; Zeiselweg 2-6, 3430 Tulln) und Klosterneuburg (jeden 4. Freitag im Monat, 9:00 - 11:00 Uhr; Hermannstraße 6, 3400 Klosterneuburg) ohne Voranmeldung für eine persönliche Beratung nutzen. Die NÖ Demenz-Hotline informiert zudem über Anlaufstellen zu Diagnose, Behandlung, Unterstützungs- sowie Entlastungsangebote und vermittelt an Demenz-Experten.

„Uns ist wichtig, dass von Demenz Betroffene und ihre Familien professionelle Hilfe und Entlastung in dieser schweren Lebensphase erhalten. Die Experten beim Demenz-Service NÖ stehen ihnen mit Informationen und kostenlosen Beratungen zur Seite. Zudem wollen wir Menschen motivieren, sich frühzeitig Hilfe zu holen, wenn sie Anzeichen wie Vergesslichkeit bei sich oder nahestehenden Menschen bemerken oder Hilfe im Alltag benötigen“, so NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger.

Für den Obmann der NÖ Gebietskrankenkasse, Gerhard Hutter, hat die schnelle, unkomplizierte und möglichst wohnortnahe Form von Unterstützung eine besondere Bedeutung: „Sobald man etwa im Familienkreis oder bei sich Veränderungen bemerkt, die auf Demenz schließen lassen, kann man sich an uns wenden. Die Menschen sollen ermutigt werden, sich frühzeitig Hilfe zu holen. Familien erhalten in den Demenzsprechstunden in unseren Service-Centern kostenlos eine professionelle Beratung und Unterstützung in dieser schwierigen Lebenssituation“, so der NÖGKK-Obmann.

Demenz erkennen
Für Menschen mit Demenz gehört das Vergessen zum Alltag. Demenzerkrankungen können nicht geheilt werden, jedoch kann eine frühe Diagnose und Behandlung das Fortschreiten der Krankheit verzögern. Demenz ist schwer zu diagnostizieren. Mittels verschiedener Untersuchungen durch Psychologen und Mediziner kann „ein bisschen Vergesslichkeit“ von einer wirklichen Demenzerkrankung unterschieden werden.

Demenz ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung des Gehirns. Sie zeigt sich in verschiedenen Formen und hat verschiedene Ursachen. Im Verlauf der Erkrankung nimmt die Gedächtnisleistung von Demenz Betroffenen nach und nach ab. Demenz kann aber auch in all jene Bereiche eingreifen, die das Menschsein ausmachen. Gedächtnis-, Sprach- oder Orientierungsstörungen sowie Verhaltensauffälligkeiten können durch diese Erkrankung verursacht werden. Die Symptome treten in sehr unterschiedlichen Ausprägungen auf. Die Betroffenen erkennen die Veränderung am Beginn der Demenz und entwickeln oftmals unterschiedliche Bewältigungsstrategien, die es ermöglichen, die Anzeichen vor Mitmenschen zu verbergen.

Gefahr ab 65 Jahren
Die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, nimmt ab einem Lebensalter von 65 Jahren stark zu. Der überwiegende Teil von Menschen mit Demenz wird zu Hause von An- und Zugehörigen betreut. Das vertraute Umfeld in der Familie fördert dabei das Wohlbefinden der Betroffenen, wenn auch der Alltag mit einem Erkrankten für Angehörige oftmals herausfordernd sein kann. Derzeit gibt es in Niederösterreich 22.000 Demenzerkrankte. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl auf Grund der steigenden Lebenserwartung und der zunehmenden Alterung der Gesellschaft laut Prognosen verdoppeln.

NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter und NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger begrüßen das Angebot des Demenz-Service NÖ.
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