6.095 Hunde leben im Bezirk Tulln

Fest an der Leine wird der Kampfhund-Rüde geführt. Auch er muss mit einer roten Hundemarke gekennzeichnet werden, obwohl er für sein Herrchen ein liebevoller Begleiter ist.
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Im Hundehaltegesetz werden acht Rassen mit erhöhtem Gefährdungspotenzial angeführt. Wir haben nachgefragt, wie viele dieser sogenannten „Kampfhunde“ in den Gemeinden gehalten werden.
BEZIRK. Im Bezirk Tulln gibt es etwa 6.095 Hunde, 114 davon werden auf der Liste der sogenannten „Kampfhunde“ geführt.

Gebühren deutlich verschieden
In Großriedenthal bezahlt man für einen „normalen Hund“ 13,08 Euro pro Jahr, in Tulln fließen 40 Euro aus der Börse. Bei gefährlichen Hunden liegt Kirchberg am Wagram mit 150 Euro pro Jahr und Hund an erster Stelle, die günstigsten Gemeinden sind Königstetten und Großriedenthal mit jeweils 65 Euro pro Jahr und Hund.

Listenhunde mit roter Marke kennzeichnen
Im NÖ Hundehaltegesetz heißt es: „Bei Hunden folgender Rassen oder Kreuzungen untereinander und mit anderen Hunden wird ein erhöhtes Gefährdungspotenzial stets vermutet: Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Dogo Argentino, Pit-Bull, Bandog, Tosa Inu und Rottweiler.“ Zusätzlich sind die genannten Hunde nach dem NÖ Hundeabgabegesetz gesondert zu kennzeichnen, es muss nunmehr die Hundeabgabemarke in einer von allen anderen Hundeabgabemarken deutlich unterscheidbaren rötlichen Farbe ausgestaltet sein. Dies stößt einem im Bezirk lebenden Besitzer einer Rottweiler-Hündin sauer auf: „Jetzt muss ich einen Hundführerschein machen und dann kommt noch dazu, dass ich meine Hündin kennzeichnen muss. Irgendwann muss es einfach genug sein“, so der entrüstete Besitzer.
Keine Extremverletzungen durch Hundebisse im vergangenen Jahr
Im letzten Jahr gab es im Bezirk Tulln – laut Auskunft des Bezirkspolizeikommandos – „keine aufsehenerregenden Vorfälle in Sachen Bissverletzungen. Es sind keine Personen extrem zu Schaden gekommen.“

Überfüllte Tierheime
Die Einführung des Hundeführerscheins hat auch dazu geführt, dass viele Besitzer ihre gefährlich eingestuften Hunde abgegeben haben. Die Konsequenz: Die Tierheime quellen über. Im Tierheim Klosterneuburg kann man diese Entwicklung nur bestätigen: „Seit der Einführung des ‚Hundeführerscheins‘ werden vermehrt Kampfhunde abgegeben. Wir haben mit Platzreserven zu kämpfen“, berichtet Tierheim-Leiterin Johanna Winter.

Autor:

Bezirksblätter Tulln aus Tulln

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