Landwirtschaft
Absdorfer Bauer "sucht Biene"

Bei der Aktion Bauer sucht Biene ist auch Alfred Grand aus Absdorf mit dabei.
  • Bei der Aktion Bauer sucht Biene ist auch Alfred Grand aus Absdorf mit dabei.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Karin Zeiler

Gerade in Zeiten von Corona sehen wir, wie wichtig eine funktionierende regionale Landwirtschaft für unsere Versorgung mit gesunden Lebensmitteln ist. Vor diesem Hintergrund widmet GLOBAL 2000 mit der freundlichen Unterstützung der Wiener Agentur WE LOVE\TBWA den HeldInnen der Landwirtschaft die Kampagne „Bauer sucht Biene“, denn wer unsere Nahrungsmittelversorgung langfristig sicherstellen will, der muss das Insektensterben stoppen. Niemand weiß das besser als die österreichischen LandwirtInnen, die gemeinsam mit GLOBAL 2000 die Kampagne umsetzen, dabei von ihren täglichen Herausforderungen berichten und für die Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“ werben.

ABSDORF / Ö (pa). „Als Bauern haben wir die Möglichkeit, Bewusstsein zu schaffen, wie wichtig die Artenvielfalt ist, wie wichtig die Bienen sind. Was wir Bauern machen, ist nicht nur Lebensmittel zu produzieren, sondern unseren Planeten zukunftsfähig zu erhalten. Deswegen ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen. Nicht nur für uns, sondern auch für zukünftige Generationen. Darum habe ich mich auch sofort in den Dienst dieser Kampagne gestellt“, so Alfred Grand, Biobauer aus Absdorf.
Marion Aigner-Filz ist seit 27 Jahren Biobäuerin und meint: „Wer in Zukunft gesundes Essen haben will, der braucht Bienen. Wenn es keine Bienen gibt, dann gibt es kein Essen mehr. Teilweise muss man die Bienen leider schon echt suchen", schlägt sie Alarm.

Jeder kann anfangen

„Nur durch eine Pestizidreduktion kann man auf eine echte Artenvielfalt hinarbeiten.“, gibt sich Josef Dachauer Junior, Biobauer aus Tattendorf, überzeugt: „Jeder von uns kann damit anfangen, selbst wenn jeder einzelne auch nur ein paar Dinge ändert, dann ist das schon viel besser als man lebt weiter wie bisher. Wir würden schön blöd dreinschauen, wenn es keine Bienen mehr gäbe.“.

Vielfalt verschwindet

Viele Landwirtinnen und Landwirte kämpfen so wie Josef Dachauer, Marion Aigner-Filz oder Alfred Grand schon jetzt für Biodiversität und Klimaschutz, trotzdem schreitet das Insektensterben voran und der Zustand unserer Umwelt verschlechtert sich. Gleichzeitig schließen jeden Tag sieben österreichische Bauernhöfe ihre Tore für immer. Täglich verschwindet damit auch ein Stück Vielfalt aus unseren Agrarlandschaften sowie die Vielfalt der darin lebenden Tier- und Pflanzenarten. Verantwortlich dafür ist eine Europäische Agrarpolitik, die in den vergangenen Jahrzehnten falsche Anreize setzte und damit zum Artensterben und zu einem EU-weiten Rückgang kleinbäuerlicher Betriebe beigetragen hat.

Kampagne: "Bienen und Bauern retten"

„Dabei liegen die größten Potentiale zur Förderung der Artenvielfalt und zur Reduktion von Treibhausgasen in der Landwirtschaft“, sagt der GLOBAL 2000-Umweltchemiker Helmut Burtscher-Schaden, „Damit aber Bäuerinnen und Bauern diese Potenziale in der täglichen Praxis umsetzen können, braucht es geeignete wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die zukünftige Gemeinsame Agrarpolitik der EU muss daher gezielte ökonomische Anreize für Biodiversitäts- und Klima-freundliche Produktionsweisen schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit der bäuerlichen Landwirtschaft gegenüber der Agrarindustrie stärken.“
Das fordert auch die die Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“, die bereits von über 250.000 BürgerInnen unterzeichnet wurde.

"Letztendlich geht's in der EBI "Bienen & Bauern retten" darum, Bäuerinnen und Bauern, die nachhaltige Landwirtschaft betreiben, zu unterstützen. Nur durch die rechtliche Absicherung der Rahmenbedingungen, ist für sie auch wirtschaftliches Überleben möglich. Wir bedanken uns sehr herzlich bei WE LOVE/TBWA, die diese Kampagne pro bono produziert haben und unseren zahlreichen Medienpartnern für die unentgeltlichen Platzierungen unserer Sujets in den kommenden Wochen. ", erklärt Agnes Zauner, Geschäftsführerin von GLOBAL 2000, den Hintergrund der EBI und Kampagne.

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