Die Garten Tulln: Ein Paradies der Artenvielfalt

Die Garten Tulln-Geschäftsführer Franz Gruber im beliebten Bauerngarten.
  • Die Garten Tulln-Geschäftsführer Franz Gruber im beliebten Bauerngarten.
  • Foto: Gabriele Moser
  • hochgeladen von Karin Zeiler

TULLN (pa). Seit 2008 ist die Garten Tulln das Vorzeigebeispiel für die ökologische Gartenkultur. In mehr als 65 Schaugärten, die gemäß den „Natur im Garten“ Kriterien ohne chemisch- synthetische Pestizide und Düngemittel sowie ohne Torf gepflegt werden, wird durch einen Mix an heimischen Pflanzen die Artenvielfalt der heimischen Tierwelt gefördert. Anlässlich des Tages der Artenvielfalt am 22. Mai verrät die Garten Tulln Geschäftsführer Franz Gruber, welche Vorlieben Bienen und Schmetterlinge haben und welche Pflanzen ihre Vielfalt fördern.

Sorge um Schmetterlinge

„In Österreich gibt es über 600 verschiedene Wildbienen, die mehr als 70 Prozent der heimischen Kulturpflanzen bestäuben. Bei den Schmetterlingen sind 4070 Arten in Österreich bekannt. Nur 207 davon sind Tagfalter und die restlichen Nachtfalter. Von den Tagfaltern stehen alle auf der roten Liste und die Hälfte gilt als stark gefährdet. Von den Nachtfaltern stehen zumindest 800 auf der roten Liste und 600 gelten als stark gefährdet“, weiß Gruber: „Um Bienen und Schmetterlinge im eigenen Garten zu fördern, bedarf es Wissen um die einzelnen Arten sowie deren Vorlieben und Gewohnheiten. Auf der Garten Tulln erleben die Besucher blühende Mustergärten, die alle Sinne erfreuen. Zudem erfahren die Gäste bei kostenlosen Führungen, welche Pflanzen bei Insekten, Bienen, Schmetterlingen & Co besonders beliebt sind.“

Bienen sammeln Pollen und Nektar

Bienen benötigen zur Aufzucht ihrer Nachkommen und im erwachsenen Stadium Nektarpflanzen. Die erwachsenen Bienen sammeln Pollen und Nektar und lagern diese in den Brutkammern als Nahrungsquelle für ihre Larven ab. Anders sieht es hier bei den Schmetterlingen aus. Erwachsene Schmetterlinge benötigen Nektar aus verschiedenen Blüten, die Schmetterlingsraupen brauchen für deren Entwicklung gänzlich andere Nahrung. Mit blühenden Blumen ist es bei der Förderung von Schmetterlingen nicht getan. Die Raupen des Zitronenfalters kommen ausschließlich auf den Sträuchern Faulbaum oder Kreuzdorn vor, das Tagpfauenauge legt seine Eier in Brennnesseln und Hopfen ab, Schwalbenschwanzraupen benötigen als Kinderstube Doldenblütler wie etwa Karotten, Kümmel, Fenchel und Dille. „Im neu gestalteten Shop erhalten unsere Gäste nicht nur umfassendes Informationsmaterial zum naturnahen Garteln, sie können auch Pflanzen oder ökologisch und regional erzeugte Produkte wie Honig, Sirup und vieles mehr erwerben“, so Gruber.

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