Dringend gesucht: Tulln gehen die Zivildiener aus

Tullns Jänner-Zivildiener und zwei Teilnehmer des Freiwilligen Sozialjahrs werden aktuell eingeschult.
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BEZIRK TULLN (bt). Das Rote Kreuz startet aktuell einen dringenden Aufruf, denn in Niederösterreich werden die Zivildiener rar. Für den Dienstbeginn im April sind im Bundesland noch 74 Plätze frei. „Der April ist üblicherweise der am schwierigsten zu besetzende Termin“, erklärt Niederösterreichs Rot Kreuz-Präsident Josef Schmoll. Aber: „Es ist heuer das erste Mal der Fall, dass wir tatsächlich erst 75 Prozent der Positionen besetzen konnten.“ Die Bezirksblätter haben beim Roten Kreuz Tulln angefragt, wie ernst der Zivildienermangel im Bezirk ist.

Geburtenschwächere Jahrgänge wirken sich aus

"Im Bereich des Rettungsdienstes sind derzeit noch vier Plätze offen, in der Grundversorgung ist im April noch eine Stelle frei", informiert Christian Hartung, Sprecher des Roten Kreuzes Tulln. Als Hauptgrund vermutet das Rote Kreuz das Timing. Der Großteil der jungen Männer möchte seinen Zivildienst so rasch wie möglich nach der Matura oder dem Lehrabschluss absolvieren. Die Termine im Oktober und Jänner werden daher bevorzugt. "Zusätzlich dürften die geburtenschwächeren Jahrgänge die Suche heuer erschweren", ergänzt Hartung.

Keine Konsequenzen für Bevölkerung befürchtet

Zwar ist es im April Jahr für Jahr eine Herausforderung, jedoch wurde es in Tulln bisher immer geschafft, alle verfügbaren Positionen zu besetzen. Welche Auswirkungen drohen also heuer, wenn dies zum ersten Mal nicht gelingen könnte? "Sollte der Fall eintreten, dass nicht alle Stellen besetzt werden können, werden diese Lücken mittels ehrenamtlichen Engagement und gegebenenfalls zusätzlichem beruflichen Personal abgedeckt. Für die Bevölkerung selbst wird es keine Änderung geben", beruhigt der Sprecher der Bezirksstelle Tulln. Zusätzliches Personal würde natürlich auch zu zusätzlichen Kosten führen.

Die ersten Schritte

Erst vergangene Woche wurden die Jänner-Zivildiener und zwei Teilnehmer des Freiwilligen Sozialjahrs auf die Gegebenheiten der Bezirksstelle Tulln eingeschult. Auf die Zwischenprüfung folgt erster Patientenkontakt, unter Beaufsichtigung von zwei ausgebildeten Sanitätern. "In dieser Zeit erlernen sie neben der korrekten Anwendung der theoretischen Ausbildung, auch den richtigen Umgang mit Menschen in besonderen Situationen", so Christian Hartung. Nach knapp zwei Monaten Ausbildung, müssen die Zivildienstleistenden ihr Wissen bei der Abschlussprüfung unter Beweis stellen.
Bemerkenswert ist, dass rund 70 Prozent der Zivildienstleistenden nach ihrem Abschluss als Freiwillige beim Roten Kreuz bleiben.

Zur Sache

Jährlich absolvieren knapp 40 junge Männer ihren 9-monatigen Zivildienst beim Roten Kreuz Tulln. Drei von vier Zuweisungsterminen 2018 und der Termin im Jänner 2019 sind bereits vollständig belegt. Lediglich für April 2018 sind noch fünf Stellen offen. Interessierte melden sich bitte mit dem Feststellungsbescheid unter tulln@n.roteskreuz.at oder 059144/69000

Tullns Jänner-Zivildiener und zwei Teilnehmer des Freiwilligen Sozialjahrs werden aktuell eingeschult.
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