"Feuer! Die Küche brennt!"

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¶TULLN. Im kühlen Gebäude der NÖ Feuerwehrschule wurden wir bereits erwartet. Über Stufen ging’s in den Keller, einen langen Flur mit hochpolierten hellen Fliesen entlang zur Gewandausgabe: Auch wenn auf dem Anzug der Schriftzug „Fire-Trainer“ angebracht war, dem konnte keine Bedeutung zugemessen werden. Mit dem Helm, der Atemschutzmaske und den Handschuhen war die Bekleidung komplett. Und, nein, deswegen arbeiten die Schweißdrüsen an einem Tag, bei dem das Quecksilber auf 30 Grad Celsius steht, auch nicht heftiger.

Küche stand in Flammen
Eine kurze Unterweisung und die Montur wurde angelegt. „Schutzhaube aufsetzen, den Zutz fest andrücken, den Helm aufsetzen und die Handschuhe anziehen.“ Ein Kollege half beim Anlegen des Atemgerätes. Und los ging’s.
Im „Brandhaus“ wurde eine Wohneinheit nachgebaut: Beim Eingang rechts führt eine Wendeltreppe in den ersten Stock. Geradeaus befindet sich die Küche. Es ist finster. Die Kameraden nur durch die fluoreszierenden Helme zu erkennen. „Die Küche brennt! Angriff! Wasser Marsch!“ Der schwere und behäbige Schlauch musste näher an den Brandherd geführt werden, um mit den Strahl direkt in die Flammen zu zielen. Plötzlich – die Stiege rechts hinten brennt. „Rückzug!“ Sonst wird der Weg ins Freie abgeschnitten. Volle Wasserkraft in die Feuersbrunst, bis „Brand aus“ gegeben werden kann.

Eingeklemmte Person
Mit Zange und Blechschere ging es daran, die Puppe aus ihrer Lage zu befreien. Mit Hydraulikgeräten wurde zuerst versucht, das Dach des demolierten Polos zu heben. Danach musste die komplette B-Säule rausgeschnitten werden, um schlussendlich die Puppe bergen zu können.

Abkühlung im trüben Wasser
In den Neopren-Anzug geschlüpft, die Schuhe angezogen, den Bleigürtel, die Taucherbrille und die Sauerstoff-Flasche angelegt und hinein in die Fluten. Doch, nein – kein Karibik-Feeling. Das trübe Wasser nimmt die Orientierung. Wo ist unten und oben? Geführt vom professionellen Feuerwehrtaucher gilt es, sich durch Handzeichen verständlich zu machen.
Ein Nachmittag geht schnell zu Ende, der Einblick in die Arbeit der Florianis aber bleibt.

Zur Sache
Mit einem „ersten Medien-Action-Day“ sollte Journalisten die Arbeit der Florianijünger nähergebracht werden. Geübt wurde auf dem Gelände rund um die NÖ Feuerwehrschule in Tulln. Und wir von den Bezirksblättern waren mit von der Partie.

Alle Fotos: Matthias Fischer

Autor:

Bezirksblätter Tulln aus Tulln

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