Fix: Tullner kriegen ein "goldenes Straßl"

Der Klosterweg wird der Tullner "goldenes Straßl" als Verbindung von der Lände zum Zentrum.
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  • Der Klosterweg wird der Tullner "goldenes Straßl" als Verbindung von der Lände zum Zentrum.
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TULLN. Auch wenn zuvor noch der Winter kommt, im Rathaus stehen die Zeichen schon wieder auf Sommer. Und zwar auf Gartensommer. 30.000 Besucher werden im kommenden Jahr erwartet, einige bauliche Veränderungen sollen bis zum Beginn des "Green Art"-Jahres im Mai 2018 durchgeführt werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf eine Million Euro.
Man wolle die Radtouristen, die die Donau entlang unterwegs sind, in die Stadt locken, führt VP-Bürgermeister Peter Eisenschenk im Rahmen der jüngsten Sitzung der Kommunalpolitiker aus. Und das sind nicht wenig – 120.000 radeln jährlich durch Tulln. Zudem soll die Schiffsanlegestation wesentlich verändert, aber auch der Klosterweg als Verbindung zwischen Donaulände und Innenstadt adaptiert werden. Besser gesagt, vergoldet werden. Und zwar mittels festem Sandbelag, sogenanntem "Farbgrip". Kostenpunkt: 280.000 Euro.

"Haben die Hausübung gemacht"

"Das ist zweifellos ein Wohlfühlprojekt", führt VP-Finanz-Chef Harald Schinnerl aus, der zugleich betont, dass man die Hausübung gemacht und die Pflichtarbeit erledigt habe. So zählt er etwa den Bau des Kindergarten 9 sowie den Ausbau des Kindergartens am Zeiselweg auf. Wenig Verständnis für die hohe Investition zeigen Gustav Rödl, Grüne und Herbert Schmied, NEOS: "Ich bin mir nicht sicher, ob die Gestaltung des Klosterwegs die Frequenz in der Innenstadt so derart erhöht". Im Sinne des Spargedankens solle man nochmal überprüfen, ob das Projekt etwa um die 280.000 Euro billiger und dafür eine herkömmliche Asphaltbandlösung durchführen könne. Schmied meint, dass man mit 300.000 Euro den Mietpreis von 30 Startwohnungen fünf Jahre lang um 25 Prozent senken kann". gefördert werden", rechnet Schmied vor. (Abstimmung: Enthaltung: FPÖ, NEOS, Grüne, TOP).

"Chance für Stadtentwicklung"

Konkret ist geplant, die Schiffsanlegestation auszubauen – auch ein Gastrobetrieb soll dort angesiedelt werden. Allerdings erst im Jahr 2019. Rödl spricht von einer "Verhüttelung", für VP-Gemeinderätin Eva Koloseus sind es "aktuell noch nicht genug Lokale an der Lände". (Abstimmung: 3 Grüne dagegen, 1 Grüne Enthaltung). Dass der Klosterweg zum Minoritenplatz führend umgebaut wird, bezeichnet Eisenschenk als "eine einmalige Chance für die Stadtentwicklung". Rödl fordert eine Bedeckung der Finanzierung, nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung verkündet Finanz-Chef Harald Schinnerl, dass man das Projekt mit 660.000 Euro bedecken könne. Abstimmung: Grüne dagegen, TOP, NEOS und FPÖ Enthaltung.

Hier geht#s zum Artikel: Land NÖ: 200.000 Euro für Tullns Klosterweg, 22.12.2017

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