Forschung
Förderung für Claudia Gusenbauer am Boku-Standort Tulln

Claudia Gusenbauer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Brian Horsak.
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  • Foto: NLK Pfeiffer
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FTI-Calls 2021: 8,4 Millionen Euro für innovative Forschungsprojekte im Rahmen der FTI-Strategie. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: Forschungsaktivitäten in NÖ weiter ausbauen.

TULLN/NÖ (pa). Mit Ausgaben von jährlich 115 Millionen Euro in die Bereiche Wissenschaft und Forschung liegt Niederösterreich mit Oberösterreich und Wien an der Spitze. Als nächsten Schritt wurde Ende des vergangenen Jahres eine neue „Forschungs-, Technologie- und Innovationsstrategie 2027“ (kurz FTI-Strategie 2027) präsentiert. Bereits in diesem Jahr werden 8,4 Millionen Euro für innovative Forschungsprojekte im Rahmen dieser Strategie vergeben. „Wir wollen mit dieser Strategie noch besser werden, indem wir unsere Forschungsaktivitäten weiter ausbauen und dadurch auch international noch stärkere Bedeutung bekommen“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Kompetitive Förderinstrumente

Niederösterreich setzt dabei auf die Fördervergabe in Form von kompetitiven Förderinstrumenten. Damit orientiert man sich an den internationalen Best-practice-Beispielen und es wurde auch ein wichtiges Ergebnis der Wissenschafts-Befragung 2020 umgesetzt. „Wir sind davon überzeugt, dass es der richtige Weg ist, auf kompetitiven Förderinstrumente zu setzen, denn ein Wettbewerb um die besten Ideen führt zu einer qualitativ hochwertigen Forschung, die uns allen zu Gute kommt“, zeigt sich Landeshauptfrau Mikl-Leitner überzeugt.
Im Laufe des Jahres 2021 werden folgende Calls ausgeschrieben werden: Die Calls FTI-Partnerschaften (1,68 Millionen Euro), FTI-Dissertationen (1 Million Euro) und FTI-Projekte in der angewandten Forschung (1,2 Millionen Euro) werden offen für alle Handlungsfelder der FTI-Strategie 2027 ausgeschrieben.
Beim Call FTI-Infrastrukturen (1,25 Millionen) werden Einreichungen im Handlungsfeld Umwelt, Klima und Ressourcen akzeptiert.

Höhere Fördersummen

Projekte in der Grundlagenforschung werden im Rahmen der FTI-Calls „Public Health“ (1,5 Millionen Euro) und „Gesellschaftlicher Zusammenhalt im Wandel“ (1,5 Millionen Euro) unterstützt. Bei diesen beiden Schienen wird es höhere Fördersummen geben, wenn Citizen-Science-Elemente in das Forschungsprojekt einfließen, wofür insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Nähere Informationen über die einzelnen FTI-Calls finden Sie unter https://sciencecenter.noe.gv.at/

Die Abwicklung der Förderinstrumente wird von einer zentralen Gesellschaft übernommen. Die

„NÖ Forschungs- und Bildungsgesellschaft m.b.H“ (kurz NFB) wird daher von nun an als „Gesellschaft für Forschungsförderung Niederösterreich m.b.H“ (kurz GFF) eine zentrale Rolle in der Umsetzung der FTI-Calls einnehmen. „Diese Umstrukturierung gibt es auch deshalb, weil die bisherigen kompetitiven Förderinstrumente unserer NÖ Forschungs- und Bildungsgesellschaft (NFB), wie der Life Science Call oder die Science Calls von Seiten der Wissenschafterinnen und Wissenschafter sehr positiv hervorgehoben wurden. Aus diesem Grund wollen wir auf diese Stärke der NFB aufbauen und sie als Gesellschaft für Forschungsförderung neu positionieren“,

so die Landeshauptfrau.

Dass derartige kompetitive Förderinstrumente Niederösterreich als Wissenschaftsland voranbringen und gleichzeitig auch wissenschaftliche Karrieren dadurch gefördert werden, zeigen unter anderem die Laufbahnen von  Claudia Gusenbauer und Brian Horsak.

Dissertation in Tulln

Claudia Gusenbauers Dissertationsvorhaben am Institut für Holztechnologie und Nachwachsende Rohstoffe am BOKU-Standort Tulln wurde im Rahmen des Science Call Dissertationen von der NFB gefördert. Nunmehr hat sie eine Fixanstellung an diesem Standort erhalten. „Ich bin nun als Universitätsassistentin an der BOKU tätig und forsche weiterhin an der Entwicklung von funktionellen Holzmaterialien. Wir wollen durch verschiedene Modifizierungsmethoden die Funktionen von Holz erweitern und so eine breitere hochtechnologische Anwendung des Werkstoffes ermöglichen. Für diese Position war ein Abschluss eines Doktorats benötigt, welcher mir durch die Unterstützung des Landes Niederösterreich ermöglicht wurde, und somit hat sich diese Förderung positiv auf meine wissenschaftliche Karriere ausgewirkt“, so Claudia Gusenbauer.

Beschäftigung für Forschungsthema

Brian Horsak vom Department Gesundheit von der FH St. Pölten erhielt über die Calls der NFB bereits zahlreiche Förderungen

„Möchte man sich als Forscherin oder Forscher, vor allem als Jungforscherin oder Jungforscher in einem Fachgebiet etablieren, so muss man die Möglichkeit haben, sich beständig über einen längeren Zeitraum von idealerweise mehreren Jahren durchgehend mit einem Forschungsthema zu beschäftigen. Erst das erlaubt es, die nötige Tiefe in einem Fachgebiet zu erlangen, um somit mit der Forschung zum Wohl unserer Gesellschaft beitragen zu können. Genau diese Möglichkeit haben mir die Calls des Landes Niederösterreich der letzten Jahre gegeben. Ohne diese Finanzierung wäre es mir nur sehr schwer bis vermutlich gar nicht möglich gewesen, meine Forschung im Bereich der Biomechanik, Rehabilitation und Digitalisierung nachhaltig aufzubauen. Dank dieser Förderung betreiben wir aber heute Forschung, die für den medizinischen Alltag in der Gang- und Bewegungsanalyse und Rehabilitation relevant ist. Dafür bin ich sehr dankbar und zugleich auch sehr stolz darauf.“

Claudia Gusenbauer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Brian Horsak.
 Claudia Gusenbauer, GFF-Geschäftsführerin Barbara Schwarz, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Brian Horsak.

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