Gemeinde zahlt für die Lehrer

TULLN. In der Stadtratsitzung wurde dem Antrag von Bügermeister und HAK-Direktor Peter Eisenschenk auf Anstellung von drei Lehrkräften im Ausmaß von zwölf Wochenstunden um 20.000 Euro vonseiten der ÖVP zugestimmt.
Diese Lehrkräfte sollen im Unterricht einer Pädagogin sitzen und Protokolle anfertigen, so die Vorwürfe, die in einem anonymen Brief an SP-Vize Kraft übermittelt wurden. Eisenschenk ziehe Vorteile aus seiner Funktion, kritisiert Kraft. „Die ganze Causa wirft kein gutes Licht auf den Bürgermeister, der hier wohl einen Vorteil aus seinen Funktionen ziehen will. Während einerseits mehr Stützkräfte sinnvoll und hilfreich wären, oder ein Einrichtungsgegenstand, oder technisches Hilfsmittel in unseren Schulen fehlen, genehmigt sich der Bürgermeister mit Hilfe der ÖVP Personal für seine Direktortätigkeit“, kritisiert Kraft die mangelnde Gerechtigkeit.

Landesschulrat hat Unterstützung genehmigt
Als Reaktion auf zahlreiche Eltern- und Schüler/innen-Beschwerden über den Unterricht einer Professorin der HAK Tulln wurde durch die Schulleitung im Einverständnis mit dem SGA (Schulgemeinschaftsausschuss, in welchem Schüler, Eltern und Lehrer paritätisch vertreten sind) und dem Lehrer/innen - Kollegium Teamteaching als unterstützende Maßnahme eingeführt, heißt es aus der HAK.
Der Landesschulrat für NÖ stimmte diesem Schritt zu. Durch dieses pädagogische Konzept soll der Unterrichtsertrag für die Schüler gewährleistet werden, es gäbe bereits erste positive Rückmeldungen vonseiten der Schüler und Eltern, das Unterrichtsklima hätte sich ebenso verbessert wie die Lernerfolge.
Fazit: Dass der Unterricht im Teamteaching gehalten wird, liege an der Pädagogin, über die Beschwerden eingetroffen seien, sagt Personalvertreterin Ingrid Brenner. Weiters sei es nur "zum eigenen Schutz" der Lehrerin.

Meinung
Erst kürzlich wurde die HAK Tulln für den österreichischen Schulpreis nominiert und damit zur landesweit besten berufsbildenden höheren Schule von Unterrichtsministerin Claudia Schmied ausgezeichnet.
Um das Niveau für Schüler und Eltern auch weiterhin hoch halten zu können, wird derzeit eine Pädagogin, über die sich Beschwerden häufen, auf spezielle Weise ins Visier genommen.
Teamteaching ist die Antwort darauf. Dem hat sogar der Landesschulinspektor zugestimmt. Gemeinsame Unterrichtsvorbereitung und -gestaltung als Ausweg aus der Misere?
Komisch eigentlich, dass demjenigen, über den sich Beschwerden häufen, auch noch personelle Unterstützung – bezahlt aus der Stadtkasse – zuteil wird, anstatt ihn aus dem System zu kicken!

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