"Gibt fast nichts das nicht auf den Grill kommt"

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BEZIRK TULLN. Grillen wird immer beliebter, Baumärkte verzeichnen Rekordumsätze mit der heißen Ware. Die Bezirksblätter haben die Grill-Freaks im Bezirk besucht, die besten Rezepte abgeschaut und die „Hot Spots“ im Bezirk durchleuchtet.

Punkt Eins: Die Faszination
Samstag Mittag im Baumarkt. Jetzt soll es doch der große Gasgriller sein, auf den der Familienvater schon länger ein Auge geworfen hat. Die Familie aus dem Bezirk Tulln fährt schließlich noch einige Kilometer, um den Griller noch am selben Tag in einem anderen Geschäft zu bekommen. Denn wer einmal Feuer gefangen hat, der möchte auch grillen.

Punkt Zwei: Der Griller
Wer grillt? Meist sind es die Männer. Wie in vielen anderen Gebieten holen die Frauen auf. Grillen ist ein beliebtes Hobby, es gibt aber auch die Profis. Hier kommt der "Auftragsgriller" ins Spiel: Michael Winter aus Wilfersdorf war früher im Vertrieb von Grillgeräten tätig und entdeckte so seine wahre Leidenschaft fürs Grillen. Von der Familienfeier bis zum Event für Hunderte Personen, von vegan über Schwein und Rind bis zu Hummerschwänzen grillt er, was der Auftraggeber wünscht.

Exkurs: Tipps
Seit 15 Jahren grillt Winter regelmäßig, seit 10 Jahren betreibt er das Barbecue-Catering als "Auftragsgriller". Auch Kurse und Workshops bietet er an, zum Teil arbeitet er mit dem ehemaligen Grillweltmeister Walter Schleichl aus Gablitz zusammen. Ihr Credo: "Beim Grillen kann man nichts falsch machen." Es gibt Auffassungsunterschiede, selbst unter den Profis. Schleichl ist Verfechter marinierten Fleisches, Winter verzichtet auf das Einlegen in Öl. Und auch was die Garzeit betrifft: "Ich bevorzuge Lamm zum Beispiel zart rosa. Ich erkenne aber an den Gesichtern der Gäste, dass einige es lieber durch mögen. Daran ist nichts falsch."

Das ist falsch
Mit einem kleinen Nachsatz: "Falsch ist es, wenn es zu schwarz ist." Ansonsten soll jeder ausprobieren, was und wie es ihm am besten schmeckt. Der wichtigste Profi-Tipp: "Nüchtern Grillen." Und: Bier gehört nicht auf den Grill. Es löscht die Glut, wirbelt Asche auf das Grillgut und ist damit sogar giftig.

Erlaubt und verboten
Nicht falsch, sondern verboten ist das Grillen im Wald. Derzeit wurde wegen Waldbrandgefahr im gesamten Bezirk das Rauchen und Feuer entzünden im Wald und dessen Gefährdungsbereichen von der Bezirkshauptmannschaft untersagt.
Erlaubt ist das Grillen auf dem Balkon mit Einschränkungen, Nachbarn rundum und oberhalb sollten nicht gestört werden. Im Garten darf mit Kohle und Gas gegrillt werden, offene Feuerstellen sind auch hier verboten.

Grillstelle
Ob Gas oder Kohle, die Profis grillen auf jedem Gerät. Wer zu Hause nicht Grillen kann oder möchte, kann zum Beispiel auf einen der fünf Grillplätze im Tullner Aubad ausweichen. Für Samstags sollte man allerdings rechtzeitig reservieren, was bequem online erledigt werden kann.

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