Hausgeburten sind beliebter

BEZIRK TULLN (mt). Die Hausgeburt wird immer beliebter und das ist auch in Zahlen belegbar. Im Zeitraum von Jänner bis September 2020 wurden der Österreichischen Gesundheitskasse niederösterreichweit 144 Hausgeburten gemeldet. Im Vergleichszeitraum 2019 belief sich die Zahl auf 93 Hausgeburten. 2018 waren es 86. Die Elsbacher Hebamme Isabella Wind ist im Sommer selbst erst aus einer Babypause wieder in ihren Beruf zurückgekehrt.

"Die Familien, die ich betreue, haben sich bewusst für eine Hausgeburt entschieden",

erzählt die Expertin.

Viele fühlen sich in dieser Entscheidung besonders momentan auch bestärkt.Auch bei ihren Kolleginnen ist hier ein absoluter Trend festzustellen. Einige haben schon über eine Hausgeburt nachgedacht und wollen vor allem jetzt eher nicht in ein Spital.
Andere haben sich ganz klar wegen Corona für eine Geburt in den eigenen vier Wänden entschieden. "Die Herausforderung einer Geburt ist schon groß genug und ich sehe es als äußerst wichtig, dass Gebärende frei atmen können, um ihr Baby und sich ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Bei Hausgeburten kann ich gut verantworten und unterstützen, dass Frauen ohne Maske gebären dürfen", so Isabella Wind.
"Mit Händehygiene, Abstand, wenn es die Situation erlaubt, sowie Tragen einer Maske meinerseits kann für Sicherheit, im Bezug auf Corona, bestens gesorgt werden." Und eine Klientin aus eigener Erfahrung berichtet: "Nach zwei Geburten in unterschiedlichen Krankenhäusern war mir klar, dass ein drittes Kind zuhause auf die Welt kommen sollte".

Natürliche Geburt

"Ohne CTG-Schreiben, vorsorglichem Venflon und all der anderen Krankenhausroutinen, die mich bei den vorherigen Geburten immer wieder aus dem natürlichen Geburtsgeschehen gerissen und den Geburtsverlauf so verlängert haben. Ich habe gemerkt, dass für eine Geburt Entspannung, Ruhe und Vertrauen ganz wesentlich sind", schildert die Klientin die Vorteile der Hausgeburt. Die Geburt im Universitätsklinikum Tulln ist weiterhin sicher trotz Corona.
"Die Stationen sind voneinander isoliert", weiß Pressekoordinatorin Viola Hirschbeck. Zudem schätzen viele Frauen noch immer die Geburt in einem Krankenhaus. "Falls doch Komplikationen auftreten sollten, fühlen sie sich im Spital sicherer", erklärt Hirschbeck.

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