Vögel wurden gezählt
Haussperling, Feldsperling und Kohlmeise eifern um Platz 1

Erlenzeisig - ah so schaut der aus.
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  • hochgeladen von Karin Zeiler

Die erste Hochrechnung der Wintervogelzählung „Stunde der Wintervögel 2019“, die von 4.-6. Jänner stattfand, ist da! Sie basiert auf den Meldungen von aktuell mehr als 7.600 Teilnehmern.
BEZIRK TULLN / Ö (pa). Die Stunde der Wintervögel hat geschlagen: Im zehnten Jahr der Wintervogelzählung wurden Erlenzeisige in großen Schwärmen in alpinen Teilen Österreichs beobachtet. Eine vorläufige Erklärung könnte der massive Schneefall in den Bergen sein, der die Vogelart in die Täler drückt. Der Amselbestand liegt aktuell auf seinem bisherigen Tiefstwert. Das Rennen um die Stockerlplätze ist noch nicht entschieden: Haussperling, Feldsperling und Kohlmeise eifern um Platz 1. Diese erste Hochrechnung lieferten bisher mehr als 7.600 Teilnehmer, die ihre Beobachtungen bisher online an die Vogelschutzorganisation BirdLife meldeten. Das Endergebnis der „Stunde der Wintervögel 2019“ erfolgt nach Eingang der postalischen Meldungen (Einsendeschluss ist am 15. Jänner 2019).

Schnee drückt Erlenzeisige in Täler

„Aktuell sind größere Schwärme von Erlenzeisigen zu beobachten, die sich in unseren Lagen aufhalten“, meldet Gábor Wichmann, Geschäftsführer von BirdLife Österreich. „Das könnte an der überaus starken Schneelage in den Bergen liegen, welche die Vögel in tiefere Lagen ausweichen lässt.“ Heuer konnten mehr als doppelt so viele Erlenzeisige in den Siedlungslagen beobachtet werden. Im alpinen Raum haben sie aktuell ihre Schnäbelchen vorne. Die Erlenzeisige wurden so häufig wie noch nie an den Futterhäuschen gesehen.

Amsel lässt Federn

„Die Amsel hat auch heuer wieder Federn lassen“, erklärt der Ornithologe. Die diesjährige Zählung meldet die niedrigste Anzahl an Amseln pro Garten seit Beginn der Wintervogelzählung. Das Usutu-Virus, welches vor zehn Jahren zu einem Amselsterben führte, setzt der Amsel neuerlich zu.

Rennen um Stockerlplätze

Haussperling, Feldsperling und Kohlmeise liefern sich aktuell noch ein spannendes Rennen um Platz 1 bis 3. „Genaueres wissen wir nach Eingang und Auswertung aller Ergebnisse. Einsendeschluss der Ergebnisfolder ist am 15. Jänner 2019. Wer bis dahin nicht warten möchte und wissen will, wie es mit der Vogelwelt in seiner Region aussieht, kann sich online informieren!“, rät Gábor Wichmann. Der jeweils aktuelle Stand der Beobachtungen ist in Echtzeit zu lesen unter: www.birdlife.at

Um über die Jahre weitere Erkenntnisse über Österreichs Wintervögel zu gewinnen, bleibt die Vogelzählung fixer Bestandteil des BirdLife-Programms. So sicher wie das Neue Jahr kommt auch die nächste „Stunde der Wintervögel“ rund um den Dreikönigstag 2020, dann bereits zum elften Mal!

Erlenzeisig - ah so schaut der aus.
Amsel

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