Hund "Milow" spürte Vermissten auf

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SIEGHARTSKIRCHEN / REGION (pa). Am 06.07.2017, kurz vor Mitternacht erreichte die Rettungshunde Niederösterreich eine Einsatzalarmierung von der Österreichischen Rettungshundebrigade nach Bad Vöslau, Bezirk Baden.
(Anmerkung: seit einem Jahr gibt es eine Kooperation der beiden Rettungshundeorganisationen: die Österreichische Rettungshundebrigade und die Rettungshunde NÖ arbeiten bei der Suche nach vermissten zusammen).
Dort wurde ein 69-jähriger Mann seit 17:30h aus einem Pflegeheim vermisst, wo vorerst die Polizei nach ihm suchte. Nach dem Eintreffen der Rettungshunde-Teams wurde das Suchgebiet in Sektoren eingeteilt. Die zugeteilten Hundeteams machten sich auf den Weg, um die Suche in deren Gebieten zu starten.
Um 2:30h konnte Milow ein Rettungshund der RETTUNGSHUNDE NÖ die Vermisste Person im Bereich der Weingärten aufspüren. Milow folgte seinem Spürsinn und bellte. „Zuerst konnte ich es gar nicht glauben, Milow stand vor der vermissten Person und bellte bis ich hier war“, so Hundeführerin Birgit Richter kurz nach dem Fund.

Umwegsames Gelände

Nach der Erstversorgung durch die Hundeführer wurde die Person dem Rettungsdienst übergeben und aus dem unwegsamen Gelände getragen. Der 69-jährige hatte großes Glück, trotz der sommerlichen Temperaturen war er doch schon unterkühlt.
Milow, der 4-jährige Mischlingsrüde, wurde bereits im Welpen Alter auf die Suche nach vermisste Personen trainiert. Nun steht er im Schnitt 50 mal pro Jahr im Einsatz, um verwirrte, erkrankte oder suizidgefährdete Personen zu suchen.
Karin Kuhn, Geschäftsführerin und Ausbildungsleiterin der Rettungshunde Niederösterreich: „Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit zwischen den Organisationen und den Hundeteams. Eine vermisste Person kann immer nur von einem Team gefunden werden, bei einem Einsatz arbeiten jedoch eine Vielzahl dieser Teams zusammen. Somit ist es ein Erfolg für die gesamte Mannschaft, welche ihre Freizeit damit verbringen, die Hunde Woche für Woche auszubilden und in den Einsatz zu gehen, egal zu welcher Uhrzeit, egal bei welchem Wetter. Großer Dank gilt jedem dieser Hundeteams und jedem Helfer“.

Allgemeines zu Rettungshunde Niederösterreich:
Zu jeder Tages- und Jahreszeit sind die ehrenamtlichen Mitglieder bereit sich mit ihren Hunden sofort auf den Weg zum Einsatzort zu begeben. Die Suche nach vermissten Personen ist kostenfrei. Nicht nur die Einsatzorganisationen und Behörden, auch Privatpersonen können die RHNÖ jederzeit kostenfrei anfordern.
Im letzten Jahr wurden die Hundeführer wöchentlich zu mindestens einer Personensuche alarmiert. 2016 konnte auch der 500. Einsatz positiv absolviert werden. Der Verein Rettungshunde Niederösterreich zählt zu den einsatzstärksten Rettungshunde-Einheiten des Landes und sie sind rund um die Uhr kostenlos abrufbereit, um vermisste oder verschüttete Personen zu retten.

Im Einsatz standen:
Österreichische Rettungshundebrigade
Rettungshunde Niederösterreich
Samariterbund

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