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Erfahrungen zwischen Katastrophe und siebentem Himmel konnte Michael Langenbacher beim Online-Dating sammeln.
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  • Erfahrungen zwischen Katastrophe und siebentem Himmel konnte Michael Langenbacher beim Online-Dating sammeln.
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Die kuriosesten Fakten rund um Profilbilder in der Partnersuche und was man so alles erleben kann.

ST. ANDRÄ-WÖRDERN/NÖ. (cb) Die Partnersuche im Netz boomt. Manche finden einen Partner, andere erleben außergewöhnliche Geschichten. Oftmals geschieht beides.

Kuriose Statistik

Die Plattform singleboerse.at hat kürzlich österreichweit die Profilbilder ihrer Nutzer ausgewertet und ist auf einige Kuriositäten gestoßen. Fast die Hälfte aller Fotos, die Frauen mit Pizza zeigen, stammen aus Klosterneuburg. Aus Krems stammen alle Bilder, die einen Kühlschrank zeigen. Alle Fotos mit Teekannen kommen aus Baden, ebenso alle Bilder die Truthähne zeigen. Ob Erdbeeren, Bananen oder Äpfel: Im Niederösterreich-Vergleich fällt auf, dass Fotos mit Obst vor allem von homosexuellen Datern hochgeladen werden. Niederösterreichs Frauen dürften eine Vorliebe für Dickhäuter haben. 65 Prozent der Bilder mit Elefanten stammen von ihnen.

Selbstläufer

Der Statistik zufolge könnte Michael Langenbacher aus Korneuburg kommen. Denn hier findet man im Österreichvergleich 80 Prozent der männlichen Gitarristen. Der Wörderner kann über diese Fakten nur lachen. "Ich wollte es mir einfach leicht machen. Ich habe kaum einen Text in mein Profil geschrieben. Ein Profilbild mit der Bräune des letzten Kroatienurlaubs und ein Link zu einem Musikvideo von mir auf YouTube haben gereicht. Das war ein Selbstläufer," lacht der leidenschaftliche Musiker. Das erste Treffen mit einer Dame aus dem Netz lief dann nicht ganz planmäßig.

Wie das Leben spielt

"Wir hatten uns in einem Kaffeehaus in Tulln verabredet. Ich hab mir einen Platz gesucht und auf meine Verabredung gewartet. Nach einiger Zeit kam eine Frau herein, die eine gewisse Ähnlichkeit mit den Fotos hatte, die ich kannte – jedenfalls einige Jahre und Kilo mehr. Erkannt hätte ich sie nicht, aber da sie wen zu suchen schien, dämmerte es mir. Sie bemerkte mich aber nicht. Als sie ihr Handy zückte und ich einen Anruf erhielt war klar: Das sollte mein Date sein. Mein Handy war lautlos, ich hatte noch nicht bestellt. Ich schnappte meine Jacke und flüchtete aus dem Lokal. Mein Rad hatte ich gleich vor dem Lokal abgestellt, das Fahrradschloss schien ewig nicht aufzugehen. Das Ganze war mir so unangenehm! Darauf bin ich nicht stolz," schmunzelt der 34-Jährige. Noch am selben Tag schrieb ihn eine andere Frau an, begeistert von seinem Video wollte sie ihn unbedingt kennen lernen. "Da hat es dann bei beiden gefunkt, wir waren vier Jahre lang in einer Beziehung", erzählt Michael Langenbacher. Diesen Valentinstag verbringt er wieder als Single.

Klavier statt Kuscheln

"Leider haben wir uns wieder getrennt. Jetzt habe ich dafür mehr Zeit für Klavierunterricht und kann wieder neue Schüler aufnehmen", denn an musikalischen Projekten mangelt es ihm nicht und Klavierunterricht gibt er mit Leib und Seele. Wäre Onlinedating nochmal etwas für ihn? "Momentan nicht, aber wer weiß was die Zukunft bringt", schmunzelt der Wörderner.

Zur Sache
Das Geschäft mit der Liebe boomt – und lohnt sich für die Anbieter. Die erfolgreiche Dating-App Tinder verzeichnet 4,3 Millionen Nutzer, allein im letzten Quartal des Jahres 2018 kamen 233.000 hinzu. Der Mutterkonzern Match Group setzte im selben Zeitraum 457 Millionen Dollar um.

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