Kapelle nach Kollision eingestürzt: Autolenker tot

Die kleine Kapelle brach zusammen, wodurch der Lenker in seinem Fahrzeug eingeklemmt wurde.
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  • Foto: FF Großweikersdorf
  • hochgeladen von Bettina Talkner

GROSSWEIKERSDORF (red). Die Freiwillige Feuerwehr Großweikersdorf wurde vergangenen Donnerstag, 18. Jänner, um 7:13 Uhr mittels Sirene, Pager, und Blaulicht-SMS mit dem Alarmtext „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der L27“ alarmiert.
"Die schlimmste Vorstellung eines Feuerwehrmannes ist es, zu einem Einsatz gerufen zu werden und vor Ort einen Familienangehörigen vorzufinden. Für ein Feuerwehrmitglied wurde diese Vorstellung zur traurigen Gewissheit", berichten die Florianis.

Kapelle stürzte ein

Auf der L27 kam ein Fahrzeuglenker mit seinem Ford Galaxy von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einer am Straßenrand befindlichen Kapelle. Durch den Aufprall war die Kapelle eingestürzt und der Lenker in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Tragischerweise kam für den Lenker jede erdenkliche Hilfe zu spät, er konnte nur noch tot aus dem Fahrzeug geborgen werden.

Bestattung übernahm Verstorbenen

Nach der Freigabe durch die Polizei wurde der Verstorbene vom ortsansässigen Bestattungsunternehmen übernommen. Das Unfallwrack wurde mittels Kran auf das Wechselladefahrzeug verladen und gesichert abgestellt. Ausgelaufene Betriebsmittel wurden gebunden, zur Betreuung der Angehörigen wurden das Kriseninterventionsteam und das AKUTteam NÖ angefordert.

Feuerwehr-Peers unterstützen bei Verarbeitung

Zur besseren Verarbeitung der Ereignisse wurden Feuerwehr-Peers alarmiert. Dies sind speziell geschulte Mitglieder unbeteiligter Feuerwehren, welche bei der Verarbeitung von traumatischen Einsatzerlebnissen unterstützen. "Die Feuerwehr-Peers waren unmittelbar danach da und auch wenn jemand weitere Hilfe benötigt", erklärt Großweikersdorfs Feuerwehrkommandant Norbert Mihle. Die anschließende Einsatznachbesprechung im Feuerwehrhaus nahm mehrere Stunden in Anspruch.

Im Einsatz standen für ca. 4,5 Stunden:

  • die FF Großweikersdorf mit 20 Mitgliedern und 5 Fahrzeugen (Rüstlösch-, Lösch-, Versorgungs-, Wechsellade-, und Mannschaftstransportfahrzeug) sowie der Abschleppachse
  • die FF Großwetzdorf mit 4 Mitgliedern und dem Hilfeleistungsfahrzeug
  • die FF Niederrussbach mit 3 Fahrzeugen (Rüstlösch-, Rüst-, und Kleinrüstfahrzeug)
  • das Rote Kreuz Großweikersdorf mit einem KTW
  • der Notarzthubschrauber Christophorus 2
  • die Polizei mit zwei Fahrzeugen
  • die Bestattung
  • die Straßenmeisterei
  • das Kriseninterventionsteam
  • das AKUTteam NÖ
  • der NÖ Landesfeuerwehrverband mit einem Peer

Die Freiwillige Feuerwehr Großweikersdorf und die Bezirksblätter sprechen allen Angehörigen und Freunden des Verunglückten ihre tiefste Anteilnahme aus.

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