Kleinschönbichl: Trinkwasserleitung wird gebaut

Wasser aus dem Glas, aber von der Leitung – ab 2014 wird’s für die Kleinschönbichler wahr.
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ZWENTENDORF. 21 Hausbrunnen von Kleinschönbichl wurden überprüft. Und das Ergebnis ist durchaus traurig: Erhöhte Nitratwerte, Bakterien sowie Fäkalkeime wurden darin vorgefunden.
Im April kam es – wie die Bezirksblätter ausführlich berichtet haben – sogar zu einer Sperre eines Brunnens. Schon damals forderte die ÖVP unter Werner Rosenstingl, dass der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss über eine Trinkwasserleitungsversorgung für die Ortschaften Kleinschönbichl und Pischelsdorf fällen möge. Dies wurde jedoch abgeschmettert. Heute, knappe acht Monate später, kommt die Einsicht?

Ergebnisse liegen erst jetzt vor
"An einer Trinkwasserleitung führt kein Weg mehr vorbei", sagt Zwentendorfs Bürgermeister Hermann Kühtreiber (SPÖ), der zugleich betont, dass "eben erst jetzt konkrete Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen, zumal manche Brunnen auch dreimal untersucht wurden". Ob die Gemeinde und der Bürgermeister zukünftige Generationen durch die Krebserreger, die im Wasser vorgefunden wurden, vernichten wollen?, war nur eine von vielen Fragen bei der kürzlich stattgefundenen Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus. Diesen Vorwürfen will man entgegenwirken, zumal "ich auch ein Herz und keine Mördergrube habe", so der Orts-Chef.

2014 soll Wasser aus der Leitung fließen
Doch müssen sich die Kleinschönbichler noch gedulden, bis das Wasser aus der Leitung fließt. Das Projekt müsse geplant und auch vom Land genehmigt werden, danach wird der Bau ausgeschrieben. "Etwa im Herbst 2014 werden die Bagger auffahren", schätzt Kühtreiber. Kosten? Die sind derzeit noch undefinierbar, unabdingbar ist jedoch, dass eine Anschlusspflicht für jeden Bürger aus Kleinschönbichl herrscht, wenn die Wasserleitung errichtet wurde.

Raffinerie als Auslöser der Trinkwasserprobleme
Vor noch größere Probleme ist die Gemeinde jedoch in Sachen Altlast der ehemaligen Raffinerie gestellt – schließlich waren die in der hauseigenen Wasserleitung der Donau Chemie vorgefundenen Krebserreger auch Auslöser der Diskussion in Kleinschönbichl – die Bezirksblätter haben berichtet.
Mit dem Bau des Kraftwerkes Dürnrohr hätte alles begonnen. Etwa ein Fünftel des Areals wurde umspundet, die errichtete Mauer sollte verhindern, dass Bodenmaterial innerhalb selbiger nach außen gelangt. Jedoch der Rest ...

Keine Schadstoffverlagerung vorgefunden
Innerhalb der Umspundung werden derzeit Untersuchungen durchgeführt, bestätigt Martin Angelmaier, stellvertretender Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft beim Land NÖ. Es bestehe jedoch keine Schadstoffverlagerung im Grundwasser in Richtung Kleinschönbichl, spricht er die krebserregenden Stoffe PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) an. Doch werden weitere Untersuchungen in der näheren Umgebung von Kleinschönbichl durchgeführt – "und zwar noch heuer", verspricht Angelmaier. Ob danach festgestellt wird, wie und ob überhaupt saniert werden muss, wird sich herausstellen.

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