Korsett für STAW bleibt weit

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SANKT ANDRÄ-WÖRDERN. "Es ist an der Zeit, eine Adaptierung vorzunehmen", ist Bürgermeister Alfred Stachelberger (SPÖ) überzeugt und fügt hinzu, dass diese "Überarbeitung für die nächsten eineinhalb Jahrzehnte" durchzuführen sei. Das örtliche Raumentwicklungskonzept für die Gemeinde Sankt Andrä-Wördern wurde präsentiert. Gemeindevertreter und Bürger waren vor Ort und lauschten den Worten des zuständigen Raumplaners, der eine Zusammenfassung aus den vorliegenden dreihundert Seiten und damit einen Über- und Einblick gab, wohin sich die Gemeinde bis ins Jahr 2025 entwickeln wird.

Hochwasserschutz oberste Priorität
Für Bürgermeister Stachelberger ist klar, dass mit dem vorliegenden Papier nur grundsätzliche Rahmenbedingungen beschrieben werden. "Kein enges Korsett" habe man damit für die Gemeinde und deren Entwicklung festgelegt, sagt der Gemeinde-Chef. Erst wenn die Gemeinderäte dem Konzept Ende Juni zustimmen, könne damit begonnen werden, die daraus resultierenden Aufgaben abzuarbeiten. Drei konkrete Punkte haben jedoch oberste Priorität. Erstens der Hochwasserschutz beim Hagenbach: Hier sollen entsprechende Rückhaltebecken errichtet werden. Zweiter Punkt sei die Durchführung von Verkehrsberuhigungen etwa wie jene auf der L118, aber auch in Greifenstein müsse dringend etwas unternommen werden. Und drittens müsse die Infrastruktur (Waserversogung, Nahversorgung) ausgebaut werden, da die Gemeinde weiterwachsen werde.

Verkehrsberuhigung notwendig
Zustimmung zum Konzept kommt vom FP-GGR Thomas Zeimke, der überzeugt ist, dass "man sich damit nicht einengt, sondern nur Parameter vorgibt, die man im Laufe der Zeit noch verändern kann". Wohnen für junge (einheimische) Menschen und auch die Verkehrsberuhigung betont Zeimke, lägen bei der Umsetzung an erster Stelle. Gegenteiliger Meinung sind die ÖVP unter GGR Wolfgang Seidl und auch die Grünen unter GGR Ulrike Fischer. Seidl kritisiert, dass im Konzept die nächsten 15 Jahre beschrieben werden, obwohl sich "in der schnellebigen Zeit immer etwas ändert". Und die Umsetzung der Maßnahmen seien immer ein Wunschkonzert, schließlich müsse man die wirtschaftliche Situation der Gemeinde ins Kalkül ziehen. "Das ist kein Entwicklungskonzept, sondern ein Verbauungskonzept", wettert Grünen-Chefin Fischer, die sich für die Verkehrsberuhigung und die Trinkwasserqualität einsetzen will. Aber auch der Wirtschaftspark ist ihr ein Dorn im Auge: "Hier sollen Überlegungen angestellt werden, ob wir nicht ein Biomasse-Heizwerk errichten", sagt Fischer.
Die Wohlfühlgemeinde soll 2025 "dort sein, wo sie heute ist. Nur mit moderater Weiterentwicklung in allen Lebensbereichen", fasst Stachelberger die Präsentation des Konzeptes ab.

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