Mehr Patenschaften für weniger Unkraut

Grünpaten gesucht! Bürgermeister Peter Eisenschenk, Bauhof-Leiter Florian Pauser, Stadtgärtner Mario Jaglarz, Stadtrat für öffentliche Grünräume Hubert Herzog und Umwelt-Stadtrat Johann Mayerhofer haben bei einem Beet in der Konrad-von-Tulln-Gasse Hand angelegt.
  • Grünpaten gesucht! Bürgermeister Peter Eisenschenk, Bauhof-Leiter Florian Pauser, Stadtgärtner Mario Jaglarz, Stadtrat für öffentliche Grünräume Hubert Herzog und Umwelt-Stadtrat Johann Mayerhofer haben bei einem Beet in der Konrad-von-Tulln-Gasse Hand angelegt.
  • Foto: Stadtgemeinde Tulln
  • hochgeladen von Karin Zeiler

TULLN (red). Als erste „Natur im Garten“-Stadt Österreichs pflegt Tulln sämtliche Grünräume ohne Glyphosat – was die Unkraut-Bekämpfung in Beeten und am Straßenrand wesentlich aufwändiger gestaltet. Erschwerend kommt heuer hinzu, dass die feuchte Witterung das Unkraut-Wachstum begünstigt, wodurch die Gartenstadt derzeit nicht immer und überall so exakt getrimmt wie gewohnt ist. Einerseits setzt die Stadtgemeinde nun auf die Hilfe der Bevölkerung durch die Übernahme von Grünpatenschaften. Andererseits werden kurzfristig zusätzliche Ferialpraktikanten aufgenommen – Interessenten werden ersucht, sich möglichst rasch zu melden.
„Zwei Faktoren erschweren unseren fleißigen Stadtgärtnern derzeit das Leben: Einerseits pflegen wir aus Prinzip und zum Wohle unserer Umwelt rein ökologisch – das bedeutet Unkraut mit größerem Aufwand zu jäten, statt es rasch mit Chemie tot zu spritzen. Andererseits hat die warme aber feuchte Witterung der letzten Wochen zwar die Blumen besonders schön wachsen und aufblühen lassen, aber leider auch das Wachstum des Unkrauts begünstigt“, erklärt Umwelt-Stadtrat Johann Mayerhofer den Umstand, dass aktuell nicht alle Bereiche der Gartenstadt Tulln so adrett wie gewohnt aussehen.

Kein Glyphosat am Straßenrand

Ein besonders wichtiger Faktor: Als „Natur im Garten“-Stadt verzichtet Tulln gänzlich auf die Verwendung von Glyphosat (z.B. im bekannten Produkt Round Up enthalten), das häufig am Straßenrand gegen sprießendes Unkraut eingesetzt wird. Statt dem ein- bis zweimaligen Spritzen mit dem chemischen Mittel bindet die Entfernung des Unkrauts entlang der 116 km Gemeindestraßen auf ökologische Weise wesentlich mehr Personal, das daraufhin bei der Pflege der Beete und Rabatte fehlt. Die Stadtgemeinde trifft nun zwei Akutmaßnahmen:
> In den Sommermonaten werden zusätzliche Ferialpraktikanten für die Grünraumpflege aufgenommen – interessierte SchülerInnen und StudentInnen werden ersucht, sich möglichst rasch mit einem E-Mail an stadtamt@tulln.gv.at zu bewerben.
> Es wird aktiv und vermehrt zur Übernahme von Grünpatenschaften aus der Bevölkerung aufgerufen.

Mehr Pflege bei gleichem Personalstand

Obwohl die Anzahl der Grünflächen stetig steigt und deren Gestaltung umfassender wird, stagniert der Personalstand der Stadtgemeinde im Bereich der Grünraumpflege. Der Grund: Die Personalkosten sollen sich – wie von vielen Seiten immer wieder gefordert – nicht erhöhen. Die Jäte-Trupps arbeiten auf Hochtouren bis in die Abendstunden, dennoch können Sie nicht überall gleichzeitig sein. Eines steht trotz allem fest: Um dem landesweiten Ruf als lebenswerte Gartenstadt gerecht zu werden, hat Tulln bei den Ausgaben im Bereich der Grünraumpflege mit € 520.000,- pro Jahr (ohne Personal- und Maschinenkosten) einen Spitzenwert in Niederösterreich.
Mehr Grünpatenschaften gefragt
Einzelne Handgriffe sind für jeden schnell erledigt und der ganzen Gemeinde ist viel geholfen – zum Beispiel, wenn man in einem Beet vor seiner Haustür einen gerade sprießenden Löwenzahn zupft oder den Gehsteig vor dem eigenen Privatgrund von Unkraut befreit. „Wir ersuchen die BürgerInnen daher erneut, Grünpatenschaften zu übernehmen“, so Bürgermeister Mag. Peter Eisenschenk, der selbst seit 4 Jahren die Grünfläche vor seinem Haus pflegt und damit einer von dzt. über 150 Grünpaten und - patinnen in der Stadtgemeinde Tulln ist.

Grünpatenschaften gesucht!

Im Projekt der Grünpatenschaften haben seit dessen Beginn im Jahr 2012 über 150 Personen Patenschaften für öffentliche Grünflächen übernommen.
Wer selbst eine Patenschaft übernehmen möchte, erhält einen personalisierten Pflanzstecker, Beratung durch die Stadtgärtner sowie Pflanzen zur Verfügung gestellt.

Anmeldung:
Stadtgärtner Mario Jaglarz: Tel. 02272/690-850, E-Mail: mario.jaglarz@tulln.gv.at
Direkt an Ihrer Haustür: In den Sommermonaten werden Ferialpraktikanten in den
Wohngebieten unterwegs sein und die Grünpatenschaften direkt vor Ort bewerben.

Laufende Optimierung der Grünpflege

Seitens der Stadtgärtner wird laufend an Optimierungen zur biologischen Unkrautbekämpfung gearbeitet. Derzeit laufen in Kooperation mit externen Experten Studien und Testversuche, die die Eindämmung der unerwünschten Pflanzen auf biologischem Weg ermöglichen – bis zur flächendeckenden Umsetzung wird es allerdings noch einige Zeit dauern.

Autor:

Karin Zeiler aus Tulln

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