Hundestaffel
Nach fast 500 Einsätzen darf June ihren Ruhestand antreten

Karin Kuhn mit June, die nach über 500 Einsätzen in Pension geht.
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  • Karin Kuhn mit June, die nach über 500 Einsätzen in Pension geht.
  • Foto: Karin Kuhn
  • hochgeladen von Marlene Trenker

Die Rettungshunde Niederösterreich haben ihre June, den Hund von Geschäftsführerin, Einsatz- und Ausbildungsleiterin Karin Kuhn, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Ein ebenso feierlicher wie wehmütiger Akt. Bei der Rettungshundearbeit geht es nicht darum hie und da mal dabei zu sein, ab und zu am Training oder an Einsätzen teilzunehmen. Ebenso wie ihre Hundeführerin Karin war June immer dabei, immer präsent und bei jedem Einsatz am Start. Im Dezember wird sie zwölf Jahre. Von Welpen an wurde Sie zum Rettungshund ausgebildet.

NÖ/SIEGHARTSKIRCHEN (pa). In all den Jahren wurde sie fast 500-mal zu einem Einsatz gerufen – als Mantrailer und als Flächenhund! Und bei der Sucharbeit ist es eine Freude ihr zuzusehen, wie sie wie auf Schienen links und rechts des Weges läuft, dabei ab und zu stehen bleibt und zu Karin schaut als ob sie fragen würde: „Passt das eh so!“

Von Herz zu Herz

Überhaupt scheint es, als ob June und Karin eine ganz besondere Verbindung und Sprache mit einander hätten. Von Herz zu Herz! Und wenn June nach der Suche mit ihrem Spielzeug im Mund stolz bei allen Anwesenden vorbei geht als ob sie zeigen will: „Schau was ich für ein cooles Spielzeug hab – hab ich mir gerade verdient!“, dann freut man sich einfach mit ihr, denn niemand hat es mehr verdient.

Ausgebildeter Therapiehund

Auch abseits der Rettungshundearbeit ist June ein ganz besonderer Hund. Mit ihrer lieben Art kann sie die Herzen aller berühren, die ihr begegnen. Und als ausgebildeter Therapiehund hat sie das immer wieder unter Beweis gestellt. June hat die zarte Seele einer Künstlerin und den geschmeidigen Körper einer Ballerina – und bei warmem Wetter läuft dieser zur Höchstform auf. Kühles Wetter mag sie weniger und da kann es schon vorkommen, dass sie sich unter einer Decke aufwärmt um auf Betriebstemperatur zu bleiben. June ist wie ein Formel 1 Wagen, weniger wie ein Pickup Truck.

Weiter im Team

June bleibt natürlich weiter im Team der Rettungshunde Niederösterreich – wird aber von nun an leiser treten. Und suchen wird sie eher aus Spaß an der Freude! Warum? Weil sie es sich verdient hat! Und damit sie sich ihrer Karriere als Fotomodel widmen kann.
Fair win June! Und möge die Sonne noch lange auf deinen marillenkuchenfarbigen Körper scheinen, damit du uns mit deiner sonnigen Art erfreust!

„June hat überdurchschnittlich viel geleistet, gemeinsam mit ihrer Hundeführerin Karin Kuhn. Ich möchte mich recht herzlich für dieses nicht selbst verständliche Engagement recht herzlich bedanken und wünsche alles Gute für den wohlverdienten Ruhestand!“,

so LAbg. Anton Erber, Obmann der Rettungshunde Niederösterreich.

Zusatzinformation:

Was bedeutet Flächensuche:
Bei der Flächensuche durchsucht ein Rettungshundeteam einen zugewiesenen Sektor, meist unwegsames Gelände bzw. Wald. Die Hunde sind trainiert jeden lebenden Menschen in dem Suchgebiet dem Hundeführer anzuzeigen. Das Suchteam arbeitet mit GPS, Karte und Kompass um dieses flächendecken abzusuchen.

Was ist Mantrailing:
Jeder Mensch „verliert“ ständig Geruchspartikel. Beim Spazieren gehen bildet sich ein richtiger Pfad an Gerüchen eines jeden Menschen. Genau diese Geruchsspur verfolgt ein ausgebildeter Mantrailer. Eingesetzt werden diese Hunde, wenn eine Person abgängig ist. Die Beispiele für eine Abgängigkeit können vielfältig sein. Ein häufiger Einsatzgrund ist die Suche nach einer dementen Person, aber auch ein Spaziergänger, der sich im Wald eine Verletzung zugezogen hat, ein Kind, das vom Spielplatz verschwunden ist, oder eine alte Dame, die die Orientierung verloren hat sind Anlässe für die Alarmierung der Mantrailer.

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