Polizei bestätigt: Keine Kindesentführung

Polizei vermutet Höflichkeitsakt: Eine Dame hätte einem Buben angeboten, ihn heimzufahren.
  • Polizei vermutet Höflichkeitsakt: Eine Dame hätte einem Buben angeboten, ihn heimzufahren.
  • Foto: Symbolfoto: pixabay.com
  • hochgeladen von Karin Zeiler

SANKT ANDRÄ-WÖRDERN. Es war dämmrig und es hat genieselt, als ein Auto neben einem neunjährigen Buben anhielt. Gut, dass hier einige Personen Zivilcourage bewiesen haben und dies gleich meldeten, schließlich ging man von einer mutmaßlichen Kindesentführung aus.

Nicht verwerflich

Auf Facebook gehen die Wogen hoch: "Hab gerade erfahren, dass in Sankt Andrä-Wördern bei der Volksschule eine fremde Frau ein Kind angesprochen hat und gemeint hat, es soll mitfahren", schreibt etwa W. "Gott sei Dank war ein anderes Kind dort und hielt es auf und dann sind sie davongelaufen. Wenn ich so eine Kreatur erwisch, dann renn, sonst geht das schlecht aus!", heißt es weiter.
Auf Anfrage der Bezirksblätter bei der zuständigen Polizeiinspektion wird bestätigt, dass "wir den Tatverdacht der Kindesentführung entkräften können", so Revierinspektor Johann Hohl.
Die Personen – auch der Junge und seine Mutter – wurden einvernommen. Zu 99 Prozent handle es sich um einen Höflichkeitsakt einer Dame mit österreichischen Akzent, die dem Buben offenbar etwas Gutes tun wollte, weil es eben dämmrig war und es regnete. Und das sei auch gar nicht verwerflich.
Dass die Bevölkerung vorsichtig ist, sei gut, die Zivilcourage sei gefordert, heißt es von der Polizei, die auch bittet, lieber einmal mehr als weniger Kontakt aufzunehmen. 

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