Polizei soll Posten schließen

Die Polizeiinspektion Zwentendorf ist mit einem Personal von fünf Personen die kleinste im Bezirk.
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BEZIRK TULLN. In vielen Gemeinden Niederösterreichs herrscht derzeit Sorge um die Polizeiinspektionen. Seit bei den Koalitionsverhandlungen durchgesickert ist, dass österreichweit 100 Sicherheitsdienststellen geschlossen werden sollen, kursieren verschiedene Listen mit Sperrkandidaten. Bislang war die Rede davon, dass Inspektionen mit bis zu sechs Planstellen zusammengelegt werden sollen. Nun ist sogar von Dienststellen bis zehn Personen die Rede. Die Bezirksblätter haben sich die Situation im Bezirk Tulln angesehen (siehe auch Tabelle).
"Das werden wir keinesfalls so sang- und klanglos hinnehmen", prescht Atzenbruggs Bürgermeister Ferdinand Ziegler (ÖVP) vor. Schon vor Jahren sei einmal die Rede davon gewesen, die Inspektion zu schließen, doch habe man die Pläne verworfen. Und für ihn steht eines schon heute fest: "Ich werde sowohl mit dem Sicherheitsdirektor Prucher als auch mit der zuständigen Ministerin Mikl-Leitner Kontakt aufnehmen und darum kämpfen, dass die Polizeiinspektion in der Gemeinde bestehen bleibt", sagt Ziegler. Postenkommandant Karl Koll schließt sich dieser Meinung an: "Wir sorgen für die Sicherheit vor Ort. Und das auch weiterhin", sagt Koll.
Erstaunt ist Zwentendorfs Bürgermeister Hermann Kühtreiber (SPÖ). Er verweist auf Aussagen im Wahlkampf sowohl zum Landtag als auch zum Nationalrat, wo bei letzterem auch die Innenministerin klar sagte, dass Sicherheit und Polizei kein Thema wären. "Offensichtlich zählt das jetzt nicht mehr", stellt Kühtreiber fest.

Die Meinung der Bezirkspartei-Chefs
FPÖ, Josef Hintermayer: "Wir lehnen die Zusammenlegung oder Schließung der beiden Polizeiposten Atzenbrugg und Zwentendorf vehement ab. Es muss endlich Schluss sein mit dieser Zentralisierung auf Kosten der Sicherheit."
ÖVP, Rudolf Friewald: "Ich spreche mich gegen eine Schließung der Posten aus sowie auch die Bürgermeister der betroffenen Orte. Gerade Atzenbrugg, erst neu errichtet, aber auch Zwentendorf sollen erhalten bleiben."
SPÖ, Günter Kraft: "Einsparungen auf Kosten der Sicherheit lassen wir uns nicht gefallen!"

Die Posten im Bezirk mit Personal:
Atzenbrugg; 7
Grafenwörth; 7
Großweikersdorf; 6
Kirchberg; 8
Königstetten; 9
Sieghartskirchen; 11
Sankt Andrä-Wördern; 11
Tulln; 31
Zwentendorf; 5

Die Polizeiinspektion Zwentendorf ist mit einem Personal von fünf Personen die kleinste im Bezirk.
Atzenbruggs Polizeikommandant Karl Koll: "Sind für die Sicherheit der Bürger zuständig, daran soll sich auch nichts ändern".
Autor:

Karin Zeiler aus Tulln

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