Tullner trauern um Lauda
"Race in Peace", lieber Niki

Motorradpolizist Richard Schuh verschafft Niki Lauda in Wien einen Parkplatz.
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TULLN / Ö. "Mit Niki Lauda verlieren wir eine beeindruckende Persönlichkeit. Möge er in Frieden ruhen", schreibt Wolfgang Hummel, Chef des gleichnamigen Mercedes-Autohauses auf Facebook.
Nicht nur die Familie und die Formel 1, sondern auch die Tullner trauern um den dreifachen Weltmeister Niki Lauda. "Er hatte ein gutes Charisma und eine tolle Ausstrahlung", durfte ihn Wolfgang Hummel sogar persönlich kennenlernen. Doch nicht nur das: Weil Lauda Markenbotschafter und Angestellter von Mercedes Benz war, hat er (Lauda) in Salzburg sogar eine Auszeichnung überreicht. Und zwar landete Hummel in Sachen Kundenzufriedenheitsmessung im Jahr 2014 auf dem zweiten Platz, im Jahr darauf übergab der Weltmeister die Urkunde und den Pokal an Tullns Mercedes-Chef. "Small talk war angesagt, aber mehr Zeit hatte er nicht", erinnert sich Hummel.
"Er war wirklich ein Superstar", ist er überzeugt. "Natürlich war sein Tod mit 70 viel zu früh, aber man muss auch sagen, dass jeder Tag nach dem Unfall für ihn ein Geschenk gewesen sein muss", fügt Hummel hinzu.

Auf Parkplatzsuche

Auch Richard Schuh traf Lauda einmal während seiner Tätigkeit als Motorradpolizist in Wien – wegen Schnellfahrens? "Nein", lacht er. Der Tullner war vor dem Hotel Imperial mit einem Staatsgast unterwegs als er Lauda mit seinem Mercedes sah. "Er ist herumgeirrt und fand keinen Parkplatz. Er konnte aber auch nicht weiterfahren, weil alles abgesperrt war. Also hab ich ihm geholfen und er war so froh, dass er in der Seitengasse parken konnte", erinnert sich Schuh.

"Gemma gemeinsam"

Im Rahmen des Begräbnisses von Joe Gartner in Döbling, wo Franz Altmann aus Ollern mit dabei war, trafen er und sein Freund Gottfried Brand auf den Weltmeister. Die beiden standen beim Eingang des Friedhofes, Lauda meinte salopp: "Na Burschen, gehen wir gleich gemeinsam". "Race in Peace, Niki", sagt Rallyefahrer Stefan Lischka aus Kogl. Er lernte ihn zwar persönlich nie kennen, aber "früher habe ich jedes Rennen gesehen. In Zeltweg war ich sogar einige Male live". Erschüttert war Lischka als er vom Tod Laudas erfahren hat: "Er war ein großartiger Mensch in allen Belangen. Wir verlieren einen vorbildlichen Österreicher" und dem schließt sich auch Dominik Riedmayer an: "Bei dem Kampfgeist, eisernem Willen, seiner Liebe zum kleinsten Detail und was er mit dem allem im Sport und als Geschäftsmann erreicht hat, muss eigentlich jeder Österreicher traurig sein".

Autor:

Karin Zeiler aus Tulln

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