Zwentendorf
Rathaus-Modell wird real

Jetzt noch klein, bald Realität: Architektin Maul (Mitte) präsentierte das Projekt Gebäudeadaptierungen.
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  • Jetzt noch klein, bald Realität: Architektin Maul (Mitte) präsentierte das Projekt Gebäudeadaptierungen.
  • Foto: Karin Zeiler / Bezirksblätter NÖ
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ZWENTENDORF. Auch wenn im Vorfeld vermutet wurde, dass es laut wird, dass gestritten werden könnte – all dies traf nicht zu. Bei der Präsentation der Gebäudeadaptierungen von Musikheim, Neuer Mittelschule, Heimatmuseum und Rathaus ging's im Donauhof gesittet zu. Auch wenn die Meinungen auseinanderklaffen.
"Es liegt ein Jahr intensiver Planung und Arbeit hinter uns", führt SPÖ-Bürgermeisterin Marion Török Donnerstagabend aus, die als Moderatorin durch das Programm führte. Nachdem Bauamtsleiter Reinhard Jedlicka den Vergabeprozess im Detail erklärte, präsentierte Architektin Catharina Theresa Maul das sechs Millionen Euro-Projekt, das von einer Jury aus ingesamt sieben ausgewählt wurde. "Zuerst muss man sich hineinfühlen, und als wir vor Ort in Zwentendorf waren, haben wir drei Punkte gefunden, die wir spannend empfinden", so Maul über die Donau, die Kirche und dem verkehrsberuhigten Schulvorplatz. "Diese Punkte haben wir in unseren Entwurf aufgenommen", fährt sie fort und zeigt zugleich die Vernetzung der Objekte miteinander auf.

Klassen über der Sporthalle

Fest steht, dass die Turnhalle der Mittelschule aufgestockt wird, dazu soll die Halle mit Stahlträgern überbaut werden, um weitere Räumlichkeiten für die Ganztagesschule zu ermöglichen. Als Problem kristallisierte sich heraus, dass jedes der Gebäude Niveauunterschiede betreffend die Eingangssituation hat – dies soll vereinheitlicht werden, auch um die Barrierefreiheit zu gewährleisten. Barrierefrei soll der Zubau des Rathauses ausgeführt, Photovoltaikanlagen sollen auf dem Dach errichtet werden. Als "sehr gut" erachtet Architektin Maul, dass man im Zentrum baut, und nicht auf die grüne Wiese.

"Bin skeptisch"

Nicht alle anwesenden Bürger sehen das Projekt als gelungen. "Ich bin traurig, dass man das schöne Ensemble zerstört", meint Christiane Mohnl. Auch das heutige Rathaus war in den 50er Jahren umstritten, meint Marion Török. Heinrich Feketitsch will den Plan nicht infrage stellen, wie er meint, "aber beim Museum bin ich skeptisch. Alle schönen Sachen sind im Landesmuseum", sagt er und rät, ein virtuelles Museum zu machen, worauf jedermann und auch jeder Schüler zugreifen kann. Manfred Bichler ist ein Verfechter von Kubusbauten. Kein Wunder daher, dass er meint, "das Projekt ist gut gelungen". Für eine Bürgerin steht fest: "Es ist besser etwas Modernes zu errichten als etwas Pseudoaltes".

Es wird gesiedelt

Bis Ende des Jahres will Bauamtsleiter Reinhard Jedlicka alle erforderlichen Bewilligungen vorliegen haben. Danach soll im Frühjahr übersiedelt werden. Das Heimatmuseum kommt ins Atomkraftwerk, die Mittel- in die Volksschule und die Gemeinde soll in Container übersiedeln, die hinter dem ehemaligen Gasthaus Rabl aufgestellt werden. Im Herbst 2021 soll der gesamte Umbau fertiggestellt werden.

Autor:

Karin Zeiler aus Tulln

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