Schloss Frauenhofen
Schmuckstück im Grünen

Schloss Frauenhofen (c) Raidl
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Schloss Frauenhofen ist ein bezauberndes Kleinod, das von der Eigentümerfamilie gehegt und gepflegt wird.

FRAUENHOFEN. "Unter den vielen früheren Schlossbesitzern war auch der Industrielle Fritz Edler von Hofmannsthal, der Onkel vom "Jedermann" Verfasser Hugo von Hofmannsthal. Ein anderer bekannter Eigentümer war der Sägewerksbesitzer Muth - nach ihm ist die Muthgasse in Wien benannt", erzählt uns Anton Starkl - dessen Vater das Schloss 1958 gekauft hat - von einigen namhaften Vorbesitzern.

Von Passau bis Mauerbach

Bereits um 1015 wird der Adelwart de Frowenhofen - ein Lehensmann der Grafen von Ebersberg - urkundlich genannt. Ebendieser war wohl mit der Verwaltung des bereits damals existierenden Gutes betraut. In den folgenden Jahrhunderten folgten zahlreiche Besitzerwechsel, unter ihnen das Bistum Passau, die Babenberger, das Kartäuserkloster Mauerbach, welche das Gut zu einer Herrschaft entwickelten. Im 18. Jahrhundert erfolgte dann der Umbau zu einem kleinen Schloss. Wenig später fiel die Kartause den Klosteraufhebungen Josefs II zum Opfer und das Schloss Frauenhofen wurde vom Staat übernommen. In den folgenden Jahrzehnten wurde das Anwesen mehrmals verkauft bis es 1944 zu einem Fliegerangriff kam. "Es wird vermutet, dass dieser Angriff dem Fliegerhorst Langenlebarn oder dem Hydrierwerk in Moosbierbaum gegolten hat. Leider kam es dabei zu schweren Beschädigungen", berichtet der Eigentümer Anton Starkl weiter.

Ein Schmuckstück

"Meine Familie hat in den 60er Jahren begonnen das Schloss zu einem Wohnsitz umzubauen, dabei haben wir sehr darauf geachtet den eleganten Stil zu erhalten, weil uns das sehr gut gefällt", so Anton Starkl weiter. Die ehemalige Schule (Anm. d. Red.: diese liegt dem Schloss gegenüber und grenzt an die vom Kloster Mauerbach gegründete Wallfahrtskirche) sowie das Schloss, wird von der Familie bewohnt. "Ich bin hier zu Schule gegangen, sowie alle Starkls meiner und der vorigen Generation. Damals gab es noch die Einklassenschule, von der ersten bis zur vierten Klasse wurden dort cirka 30 Kinder unterrichtet. Die Schule wurde 1967 geschlossen, der letzte Lehrer, der dort tätig war, ist der Onkel vom Skirennläufer Thomas Sykora", weiß Starkl. "Sprechtag war dann abends im Wirtshaus, da hat der Lehrer dann die Streiche der Schüler an die Väter berichtet", erinnert sich Anton Starkl schmunzelnd an frühere Zeiten.

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