Coronavirus
Schulen in Tulln werden geschlossen

Noor Alazawe mit Saif und Aileen: Sie wird die Kinder ab nächster Woche selber betreuen.
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  • Foto: Karin Zeiler / Bezirksblätter NÖ
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Oberstufen schließen ab Montag, Pflichtschulen und Kindergärten ab Mittwoch. Betreuung soll dennoch angeboten werden. Ein Lokalaugenschein.

TULLN / BEZIRK. Der nächste Schritt in Sachen Corona-Prävention wurde eingeleitet: Wie die Regierung verlautbart hat, werden alle Oberstufen ab Montag – ebenso wie die FH's und Unis – geschlossen werden. Mittwoch werden Pflichtschulen und Kindergärten geschlossen. Jedoch soll es die Möglichkeit der Betreuung vor Ort geben. Gehofft wird aber, dass dies nur wenige Eltern in Anspruch nehmen.

Wie man mit der Situation im Bezirk Tulln umgeht – die Bezirksblätter waren heute, 12. März, vor Ort in Tulln.

"Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, von daheim aus zu arbeiten. Aber mit einem Kleinkind wird das schwierig",

sagt Sandra, die in einer Steuerberatungskanzlei arbeitet. "Wir werden die Kinder zu den Großeltern schicken, drei Tage kann ich eventuell selber freinehmen", erzählt Petra Matias.

Kinder werden zum Wirt

Grundsätzlich sollten aber die Kinder nicht zu Oma und Opa wegen der Ansteckungsgefahr. "Ja, das ist uns bewusst, aber die Großeltern sind noch jung", informiert die ebenso junge Mutter. Töchterchen Gloria freut sich zwar auf die bevorstehende freie Zeit bei Oma, aber ein bißchen wird ihr die Schule schon abgehen. "Am liebsten mag ich Mathematik und Deutsch", sagt sie.
Traurig, dass die Schule geschlossen wird, ist auch Saif, ändern kann man an der Situation aber nichts. Für die zweifache Mama Noor Alazawe steht fest, dass sie die Kinderbetreuung – Töchterchen Aileen ist im Kindergarten – selber übernehmen kann.

"Ich mache derzeit einen Kurs und dort wurde bereits verlautbart, dass der für die nächsten zwei Wochen ausgesetzt wird".

Eltern müssen ja grundsätzlich immer auf alles vorbereitet sein – und das ist auch Georg Schrattenbacher, der Matthias heute noch in den Kindergarten gebracht hat. Nächste Woche schaut das anders aus: "Wir arbeiten im Gesundheitswesen und können uns gut abewechseln", sagt der Vater.

"Werden Eltern und Kinder nicht im Stich lassen"

Doch – wie gehts den Direktoren in dieser derzeitigen Situation? "Wir haben einen Notfallfahrplan und sind derzeit am Erheben, wer Betreuung braucht", sagt Gerhard Beer, Direktor der Volkschule in Sieghartskirchen. Die Eltern würden heute die Infoblätter erhalten. Ganz einsichtig, sei die Schulschließung aber trotzdem die Möglichkeit der Betreuung aber für ihn nicht: "Wenn man bedenkt, dass wir 270 Kinder haben und wenn ich nur rechne, dass die Hälfte zu Hause bleit, dann sind das noch immer 135. Und damit mehr als bei Indoor-Veranstaltungen, die ja abgesagt wurden. Das ist schon eine gewisse Diskrepanz", merkt er an. Zum jetzigen Zeitpunkt ist nur eins wichtig: "Wir werden alles schaffen und Kinder und Eltern nicht im Stich lassen", sagt Beer gegenüber den Tullner Bezirksblättern.

Autor:

Karin Zeiler aus Tulln

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