"Steig ein" Tulln: Auto teilen oder Öffis nutzen

17 Uhr am Bahnhof Tullnerfeld: Lena und Hanna Einfalt kommen gerade aus dem Zug, nun geht es mit dem Auto nach Hause.
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BEZIRK TULLN (bt). Wer nur einen Katzensprung von seiner Arbeitsstelle entfernt wohnt, vielleicht sogar dorthin radeln kann, darf sich wahrlich glücklich schätzen: 34.928 Menschen aus dem Bezirk Tulln können von diesem Luxus nur träumen, sie müssen pendeln. Viele davon nach St. Pölten oder Wien – aber für alle stellt sich die gleiche Frage: Wie gelange ich am bequemsten und günstigsten an meinen Arbeitsplatz, so dass mir am Monatsende möglichst viel meines verdienten Geldes übrig bleibt?
Sprit, Parkplatz, Abnutzung des Autos – auf vielen Strecken stechen öffentliche Verkehrsmittel die privaten Fahrzeuge in Sachen Kosteneffizienz aus. Tulln-Wien-Pendler etwa können im Jahr satte 4.589 Euro sparen, wenn sie sich eine VOR-Jahreskarte zulegen. Siehe auch das Rechenbeispiel in der letzten Spalte. Wer weiterhin lieber selbst hinter dem Steuer sitzen möchte, kann auch die Gründung einer Fahrgemeinschaft andenken. Wenn es möglich ist mit Bekannten, die einen ähnlichen Weg haben oder Sie nutzen eines der diversen Internetportale, um nach geeigneten Mitfahrern oder bestehenden Gemeinschaften zu suchen. Die Kosten pro Person reduzieren sich um ein Vielfaches.

Fahrgemeinschaft

Eine Mischform aus Fahrgemeinschaft und Öffi praktizieren seit zwei Jahren Lena und Hanna Einfalt. Während Lena Kindergartenpädagogin in Wien ist, besucht Hanna die Gartenbauschule Schönbrunn. In der Früh geht es für die beiden Schwestern zuerst 15 Kilometer mit dem Auto ab zum Bahnhof Tullnerfeld. Dafür brauchen sie 20 Minuten. Hier heißt es "Tschüss roter Golf, hallo Zug", den sie in Wien Hütteldorf oder Meidling wieder verlassen. "Mit dem Zug bist du in zehn Minuten in Wien, mit dem Auto würden wir länger brauchen", schwärmt Lena. Und auch der Komfort überzeugt: "Beim Autofahren musst du aufmerksam sein, im Zug kann ich ein Buch lesen oder mich auf die Arbeit vorbereiten", so die ältere Schwester Lena. Auch die Kosten stimmen: Während Lena ein Jahresticket hat, kommt Hanna noch in den Genuss des TOP-Jugendtickets. "Ich habe meistens um 15 Uhr aus, sie um 16 Uhr. Währenddessen fahre ich zu ihr", erklärt Hanna den Ablauf. Die Wartezeit nimmt sie für die geteilten Kosten, den Komfort und die Zeit mit ihrer Schwester gerne in Kauf.


Ihr Spar-Potenzial

Ein Rechenbeispiel: Wer von Tulln nach Wien in die Arbeit pendelt, zahlt mit seinem Auto pro Jahr 5.480 Euro (29 Cent/km, 220 Arbeitstage). Die VOR-Jahreskarte kostet nur 891 Euro (bzw. 1.256 Euro inklusive Stadtverkehr). Ersparnis: 4.589 Euro.

Autor:

Bettina Talkner aus Gmünd

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