Suchtgiftprozess vertagt

Staatsanwalt Karl Fischer wirft dem Beschuldigten vor, in Tulln und anderen Orten Drogen mit Gewinn verkauft zu haben.
  • Staatsanwalt Karl Fischer wirft dem Beschuldigten vor, in Tulln und anderen Orten Drogen mit Gewinn verkauft zu haben.
  • Foto: Probst
  • hochgeladen von Karin Zeiler

BEZIRK TULLN (ip). Mehrfach wegen diverser Suchtgiftdelikte vorbestraft, landete ein 30-Jähriger abermals als Angeklagter am Landesgericht St. Pölten. Staatsanwalt Karl Fischer wirft dem Beschuldigten vor, in Tulln und anderen Orten Drogen mit Gewinn verkauft zu haben.
Fischer geht dabei von 566 Gramm Heroin, fünf Gramm Kokain, sechs Ecstasy-Tabletten, 35 Gramm Cannabis, sowie sechs Substitol-Kapseln, die der Mann, der sich auch derzeit einer Therapie unterzieht, für sein eigenes Drogenersatzprogramm erhalten hatte, aus. Damit habe der Dealer die Grenzmenge um das 25-fache überschritten, so der Staatsanwalt.
„Wie die meisten Suchtgiftkonsumenten hat er nicht über das entsprechende Einkommen verfügt“, begründete Fischer den Entschluss des langjährigen Drogenkonsumenten, selbst zu dealen. Laut Anklage habe sich der 30-Jährige zwischen Mai 2015 und Juli 2016 in Wien, meist von denselben Personen, den Stoff besorgt und an zahlreiche Abnehmer weiter verkauft.
Im Wesentlichen geständig, bestreitet der Angeklagte jedoch teilweise die ihm zur Last gelegten Mengen. Da sich das Strafmaß an der Gesamtmenge orientiert, ist die neuerliche Einvernahme der Abnehmer notwendig. Der Prozess wurde daher vertagt.

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