Bundesforste
Winter ist Holzerntezeit im Wienerwald (mit Video)

Achtung, Gefahr - bitte achten Sie auf Ihre Sicherheit und ignorieren Sie diese Schilder nicht.
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  • Achtung, Gefahr - bitte achten Sie auf Ihre Sicherheit und ignorieren Sie diese Schilder nicht.
  • Foto: Österreichische Bundesforste AG
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Mit Beginn der kühleren Jahreszeit beginnt auch wieder die Holzernte im Wienerwald. In den nächsten Monaten (bis etwa März) werden wieder verstärkt Holzernte-Einsätze durchgeführt. Die Holzernte umfasst den ganzen Wienerwald von Klosterneuburg über Purkersdorf bis zum Lindkogel, von Wien/Stadtgrenze bis zum Schöpfl.

BEZIRK TULLN / KLOSTERNEURG / PURKERSDORF (pa). Die kühle Jahreszeit ist die ideale Erntezeit: Die Bäume stehen in Saftruhe, im Idealfall sind die Waldböden tragfähig, gefroren oder von einer Schneedecke geschützt, sodass die Arbeiten im Wald von den Forstfacharbeiten und Holzerntegeräten möglichst bodenschonend durchgeführt werden können.
Die Bäume im Wienerwald haben ihre Holzerntereife mit rund 120-140 Jahren erreicht. Durch das Ernten der erntereifen Bäume wird gleichzeitig Platz geschaffen für die nächste Baumgeneration: Es kommt wieder mehr Licht auf den Waldboden, das junge Bäume brauchen, um gut heranwachsen zu können. Bei Durchforstungen von jüngeren Beständen werden die wertvollsten, d.h. besonders schöne, gleichmäßig und gerade gewachsene Bäume (forstlich: sog. Zukunftsbäume), gefördert und diese freigeschnitten (forstlich gesprochen: Konkurrenz-Vegetation entfernt), damit diese ausreichend Platz zum Wachsen haben.
Leitprinzip der Bundesforste dabei ist die Nachhaltigkeit: Das bedeutet, dass nur so viel geerntet wird, wie wieder nachwächst.
Ein auf diese Weise nachhaltig bewirtschafteter Wald ist gleichzeitig der beste Klimaschützer – einerseits liefert er uns den nachwachsenden Rohstoff Holz und kann fossile Rohstoffe ersetzen wie Erdöl, Erdgas, aber auch Kunststoffe, Plastik, Beton etc. . Andererseits speichern intakte Wälder und Waldböden klimaschädlichen Kohlenstoff aus der Atmosphäre – übrigens auch dann noch, wenn das Holz als Baustoff verwendet wird oder zu Möbeln verarbeitet wurde.

Zur eigenen Sicherheit - bitte forstliche Sperrgebiete beachten

Die Forstarbeit zählt – gemessen am Unfallrisiko – nach wie vor zu den gefährlichsten Arbeiten in Österreich. Die Sicherheit der Forstfacharbeiter und WaldbesucherInnen hat daher höchste Priorität!
Daher werden bei Holzernteeinsätzen zeitlich befristete forstliche Sperrgebiete errichtet. Diese sind im Forstgesetz zwingend vorgeschrieben und müssen unbedingt beachtet werden. Entsprechende Waldtafeln machen BesucherInnen auf die Gefahrenbereiche aufmerksam.

Holzernte bedeutet Lebensgefahr!

Und noch ein Saison-Tipp betreffend Mountainbiken im winterlichen Biosphärenpark Wienerwald: Weil viele Tiere jetzt ihren Winterschlaf beginnen und ihren Stoffwechsel in der entbehrungsreichen Winterzeit auf ein Minimum reduzieren, endet die MTB-Saison mit Ende Oktober. Von November bis Februar ist Wintersperre und das Befahren der ausgewiesenen Mountainbike-Strecken von Seiten der Grundeigentümer, der Gemeinden und der Wienerwald Tourismus GmbH nicht erlaubt. Mehr Infos finden Sie hier.

Der Wienerwald

Der Wienerwald ist das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Mitteleuropas. Ein großer Teil davon - rund 40.000 ha - werden von den Bundesforsten, die der größte Wald- und Naturraumbewirtschafter in der Region sind, bewirtschaftet. Rund zwei Drittel aller Baumarten im Wienerwald entfallen auf Laubholz – Rotbuchen und Eichenarten stellen dabei den größten Anteil an den mehr als 30 Laubbaumarten dar. An Nadelhölzern kommen vor allem Fichte, Lärche, Weiß- oder Schwarzkiefer vor. Seit 2005 ist der Wienerwald von der UNESCO als Biosphärenpark anerkannt, in den die Bundesforste neben zwei Drittel der Naturflächen auch ihr Know-how in der Naturraumbewirtschaftung einbringen. Die 13 Forstreviere des ÖBf-Forstbetriebs Wienerwald werden von Purkersdorf aus bewirtschaftet. Der Großteil der Betriebsflächen liegt im Wienerwald, einige Streulagen erstrecken sich über das Rosalien- und Leithagebirge aber auch bis ins Burgenland und die Oststeiermark.

Autor:

Karin Zeiler aus Tulln

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