Zwentendorfer Polizei sperrt für immer

Leoold Heindl, Bürgermeister Hermann Kühtreiber, Noch ein letztes Mal bei der PI Zwentendorf zusammengekommen: Chefinspektor Leopold Heindl, Bürgermeister Hermann Kühtreiber, Bezirkspolizeikommandantin Sonja Fiegl, Zwentendorfs Polizei-Kommandant Edi Fitzka und Bezirkshauptmann Andreas Riemer.
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ZWENTENDORF/ATZENBRUGG/TULLN. "Die Polizeiinspektion ist einfach nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik", führt Bezirkspolizeikommandantin Sonja Fiegl aus. "Die Eigensicherung der Beamten in dieser Dienststelle ist nicht gegeben", fügt sie hinzu.
Am 31. Mai ist es so weit: Da schließt die Inspektion in Zwentendorf, die bisher neben der Gemeinde untergebracht war, für immer ihre Türen – wie die Bezirksblätter von den Einsparungsmaßnahmen des Innenministeriums berichtet haben. Die dort zugeteilten Beamten – fünf an der Zahl – versehen ihren Dienst in Atzenbrugg, beziehungsweise ein Beamter habe sich freiwillig entschieden, seinen Dienst in St. Pölten anzutreten, informiert Fiegl.

Jetzt heißt's Abschied nehmen
Bei einem letzten Besuch auf der Dienststelle flackerte noch einmal die Diskussion der Schließung auf – betroffene Stimmung und Verständnislosigkeit: Dass gerade diese Inspektion (in einer von der SPÖ-geführten Gemeinde) geschlossen wird, könne nicht nur an den Örtlichkeiten liegen, schließlich wollte man hier vor fünf Jahren in eine moderne Inspektion investieren. "Aber schon damals ist vonseiten der Polizei die Handbremse gezogen worden", erinnert sich Bürgermeister Hermann Kühtreiber (SPÖ), ergo sei die Entscheidung über die Schließung schon damals gefallen. Zudem gebe es noch zwei weitere Stationen im Bezirk die ebenso wenig Beamten haben, zielt er u.a. auf Großweikersdorf ab. Ob die bleiben oder schließen wisse man nicht, so Fiegl.

Erinnerungen werden wach
"Hier wurde sehr gute Arbeit geleistet", bedankt sich Bezirkshauptmann Andreas Riemer beim Zwentendorfer Kommandant Edi Fitzka. Scheinbar erleichtert betont er nochmals die Problematik, die hier vorherrschte: "Was ich im Polizistenalltag nicht goutiere, ist das 'alleine Dienstmachen' ", so Fitzka, "die Zeiten werden immer – wie soll ich sagen – nicht gerade sanfter", sagt der Kommandant. Auch während seiner Amtszeit habe er das bei einem Einsatz erleben müssen. Unterstützung habe er noch via Funk angefordert – ein Angriff konnte gerade noch abgewendet werden, "aber das war schon sehr kritisch".

Einsparung erreicht: Räumlichkeiten und ein Fahrzeug
Die Vorteile der Polizeiinspektion Atzenbrugg liegen klar auf der Hand: Bereits beim Betreten jener muss man zuerst durch eine Sicherheitsschleuse, bis man face to face vor dem Beamten steht. Dort finden die Zwentendorfer auch genügend Platz: Die Dienststelle selbst wurde 2004 errichtet – und zwar für 15 Personen. Acht sind bereits dort im Dienst, fünf von Atzenbrugg kommen mit 1. Juni hinzu. Die Leitung obliegt Postenkommandant Karl Koll.
Eingespart werden somit die Räumlichkeiten in Zwentendorf, aber auch ein Polizeiauto: Drei werden den Polizisten danach noch zur Verfügung stehen. Sollte die Bevölkerung Fragen haben, dann könne man sich jederzeit an das Bezirkspolizeikommando sowie an die PI Atzenbrugg wenden, schließt Bezirkspolizeikommandantin Sonja Fiegl.

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