10. Neujahrstreffen: "Tulln soll Heimat bleiben"

Moderator Andreas Gröbl, Rainer Patzl (Grüne), Harald Wimmer (SPÖ), Bürgermeister Peter Eisenschenk (TVP), Peter Höckner (TVP), Herbert Schmied (NEOS).
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  • Moderator Andreas Gröbl, Rainer Patzl (Grüne), Harald Wimmer (SPÖ), Bürgermeister Peter Eisenschenk (TVP), Peter Höckner (TVP), Herbert Schmied (NEOS).
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TULLN. Es soll ein Gedankenaustausch und ein Miteinander sein, leitete Moderator Andi Gröbl ein – und das war es auch: 850 Personen haben sich dieses Jahr für das zehnte Neujahrstreffen in Tulln unter Bürgermeister Peter Eisenschenk angemeldet. Jede Fraktion durfte seine Projekte im abgelaufenen Jahr präsentieren und jene für 2019 vorstellen. Doch nicht alle waren gekommen. Wie schon auch in den Vorjahren blieben die Listenpartei TOP unter Ludwig Buchinger und die Freiheitlichen unter Erwin Stoiber dem Treffen fern.

Handyparken für Tulln kommt

"Die Kindergärten in Tulln und Neuaigen werden mit Wohnungen überbaut", informierte NEOS-Mann Herbert Schmied über sein Agieren im Gemeinderat. Doch auch auf die Renovierung des Florahofsaales in Langelebarn sei er stolz. Ideen hat der Mann einige: Etwa soll das Handyparken eingeführt werden, diverse Störungen und Mängel soll der Bürgr via App an die Stadt melden können und auch über die Mobilität hat er sich Gedanken gemacht: Anstatt der  Linienbusse, die nur morgens und abends ausgelastet wären, könnten kleinere Busse angeschafft werden, die flexibel und individuell im Einsatz stehen, schlägt Schmied vor, dass sich dieses System bereits in Deutschland etabliert hätte.

Mehr Bäume für die Stadt

"Es war ein heißes Jahr mit einigen Starkregenereignissen", erinnert Rainer Patzl von den Grünen. So stand etwa das Hallenbad unter Wasser – wie man erfuhr weist das Kanalsystem einige Schwachstellen auf, die es galt, zu beheben. Die Photovoltaik-Anlagen würden weiter ausgebaut werden, und Tulln soll E5-Mitglied werden. Vielmehr betont Patzl aber, dass Tulln die Stadt der Bäume werden soll. Grünflächen (Wiesen und Blumen) würde es genug geben. Harald Wimmer von der SPÖ informierte, dass von 2015 bis inkl. 2019 acht Millionen Euro für den Straßenbau ausgegeben werden, für die Erweiterung des Radwegenetzes eine Million. Sukzessive wolle man den Zustand der Straßen verbessern. Schwerpunkte etwa sind die Grottenthalstraße, sowie Straßen im Königstetterviertel, aber auch in Langenlebarn.

Musik- und Oktoberfest geplant

"Zum angeführten Handyparken kann ich gleich ausführen, dass das kommen wird", so Peter Höckner, ÖVP zu NEOS-Mann Schmied. Die Digitalisierung werde auch im öffentlichen Verkehr angeboten werden.
Besonders freut ihn die Neugestaltung des Egon Schiele Museums und die Green Art, bei der 40.000 Besucher mehr verzeichnet werden konnten. Und somit habe man auch um 14 Prozent mehr Nächtigungen. Im Herbst wird das digitale Heimatmuseum aus der Taufe gehoben, aber auch ein großes Musikfest und ein Oktoberfest soll auf der Messe Tulln über die Bühne gehen.

Miteinander wird hochgehalten

"Vor zehn Jahre dachten die Engländer nicht an den Brexit und es gab keine Tablets", leitete Bürgermeister Peter Eisenschenk seine Neujahrsansprache ein. Trotz der rasanten Entwicklung "ist Tulln Heimat geblieben". Die Wirtschaft sei gewachsen, die politischen Konflikte seien wesentlich zurückgegangen, in Tulln werde das Miteinander hochgehalten. Und das könne man auch aufgrund der Trauungszahlen anführen: 2010 wurden 137 Paare getraut, 2018 haben 216 Hochzeiten stattgefunden. Budget sei verfügbar, so könne man die Chance nutzen, die Zukunft neu zu gestalten. Einige größere Projekte führt Eisenschenk an: Danubium, Hallenbad, Sporthalle, Ausbau des Campus, Innenstadthotel und last but not least die Messe, die 2010 gefährlich überschuldet war und heute schuldenfrei ist "und das trotz Bau der größten Messehalle in Niederösterreich". Auch die Errichtung des Bahnhofes Tullnerfeld habe große Bedeutung für die Stadt.

Donaubühne feiert 20er

2019 stehen einige Projekte an – die Bezirksblätter haben bereits ausführlich berichtet: Kindergarten Neuaigen und Zeiselweg, die Planungen für den Umbau der Volksschule laufen, ungewiss ist jedoch die Zukunft der Sonderschule, das Jugendzentrum in Langenlebarn wird adaptiert. Im Aubad gibts neue Rutschen, die Donaubühne feiert 20 Jahre und die Freiwillige Feuerwehr Tulln erhält ein neues Fahrzeug. Auch in Sachen Frank-Haus sei man zuversichtlich, dass man 2019 die entsprechende Wende schaffe. Ziel sei es jedoch, Tulln als Gartenhauptstadt Österreichs zu positionieren.
Die größte Herausforderung unserer Zeit sei jedoch der Klimawandel, hier wurde eine Planung in Auftrag gegeben, das Wachstum werde weiter gedrosselt werden. Eisenschenk ist wichtig, dass es beim 20. Neujahrstreffen heißt: "Die Welt hat sich verändert, aber Tulln ist Heimat geblieben".

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