Neuer Bahnhof
Bahnhof Tulln eröffnet

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TULLN (pa). Nach ca. zwei Jahren Bauzeit konnte der neue und modernisierte Bahnhof Tulln an der Donau heute feierlich eröffnet werden. Den Fahrgästen stehen nun zwei neue Inselbahnsteige, der neugestaltete Kundenbereich im Bahnhofsgebäude sowie ein Backshop im Personendurchgang zur Verfügung. Außerdem wurde durch die Errichtung einer neuen Bike&Ride-Station Platz für 100 Fahrräder und sechs Motorräder geschaffen. Erste Vorarbeiten haben bereits im Jahr 2016 stattgefunden, der Spatenstich erfolgte im Jänner 2017. Umgebaut wurde der Bahnhof Tulln unter den Auflagen des Denkmalschutzes, investiert wurden rund 42 Millionen Euro. Die offizielle Eröffnung wurde vom Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG, Franz Bauer, gemeinsam mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie Bürgermeister Peter Eisenschenk und Bundesrat Andreas Spanring, in Vertretung von Bundesminister Norbert Hofer, vorgenommen. Dabei wurde, um dem wohl berühmtesten Sohn der Stadt Tulln, dem weltberühmten Maler Egon Schiele, die entsprechende Ehre zu erweisen, im Wartebereich des Bahnhofsgebäudes ein Kunstwerk mit seinen bekannnten Sonnenblumen enthüllt.

ÖBB-Vorstandsdirektor Franz Bauer: „Die Modernisierung des Bahnhofs Tulln an der Donau ist eine wichtige Maßnahme, um den öffentlichen Verkehr in der Region zu stärken. Die Neuerrichtung der Bahnsteige, der Einbau von drei Liften oder die Installierung eines Blindenleitsystems sind wichtige Maßnahmen, die zu einer entscheidenden Qualitätssteigerung beitragen. Unsere Bahnhofsoffensive zeigt Wirkung – stetig steigende Fahrgastzahlen bestätigen, dass das Angebot von modernen Bahnhöfen und Haltestellen in Kombination mit sicheren, schnellen Verbindungen und modernen Zügen gut angenommen wird und immer mehr Menschen auf die Bahn umsteigen. Ergänzt mit einer entsprechenden Anzahl an Park&Ride-Plätzen soll erreicht werden, dass noch mehr Menschen für das umweltfreundlichste Reiseverkehrsmittel begeistert und zum Umstieg vom Auto auf den Zug bewegt werden.“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Die Neugestaltung des Bahnhofs Tulln an der Donau ist ein weiterer und wichtiger Schritt für den niederösterreichischen Nah- und Regionalverkehr. Mit dem Ausbau der Bahninfrastruktur in Niederösterreich werden die Verbindungen verbessert und die Bahnhöfe und Haltestellen Schritt für Schritt modernisiert. Unser gemeinsames Ziel ist es, den öffentlichen Verkehr fit für die Zukunft zu machen, damit er von den Pendlerinnen und Pendlern noch mehr als echte Alternative zum Individualverkehr angenommen wird. Zusätzlich werden durch eine gute Verkehrsinfrastruktur Anreize für die Ansiedelung von Betrieben geschaffen, wodurch wir die Chance haben, neue Arbeitsplätze in die Regionen zu bringen.“

Bundesrat Andreas Spanring: „Investitionen in den Ausbau der Bahn sind nicht nur Investitionen in eine moderne Infrastruktur sondern zugleich auch Investitionen in zufriedene Fahrgäste, in die Region, in die Umwelt, und somit in die Zukunft. In der heutigen Zeit ist es wichtig, die Fahrgäste schnell, sicher und umweltfreundlich ans Ziel zu bringen. Eine gute öffentliche Verkehrsanbindung ist mitentscheidend dafür, dass sich eine Region gut entwickeln kann. Als Behindertensprecher ist es mir auch ein Anliegen, dass es ein möglichst breites Angebot gibt, das – so, wie hier in Tulln – barrierefreies Bahnfahren ermöglicht.“

Peter Eisenschenk, Bürgermeister der Stadtgemeinde Tulln: „Ich freue mich persönlich und für unsere Bürgerinnen und Bürger über den neuen Bahnhof, der allen Bahnreisenden deutlich mehr Komfort bietet. Ein sehr wichtiges Thema Ist die Barrierefreiheit – nicht nur für alle mobilitätseingeschränkten Menschen, auch für unsere älteren Mitmenschen oder Personen mit Kinderwagen oder Fahrrad. Durch den Umbau wird das Reisen mit der Bahn in Tulln wesentlich angenehmer. Ganz besonders stolz sind wir auf die optische Gestaltung dieses historisch wichtigen Gebäudes. Der Bahnhof Tulln ist jetzt ein moderner Verkehrsknotenpunkt, an dem auch unser berühmtester Sohn der Stadt, Egon Schiele, der hier im Bahnhofsgebäude geboren wurde und aufgewachsen ist, präsenter ist. Ich bedanke mich bei den ÖBB für die gute Zusammenarbeit und dass wir gemeinsam eine Lösung finden konnten, den Umbau schon früher als ursprünglich vorgesehen umzusetzen.“

Steigerung des Reisekomforts durch Modernisierung
Der Bahnhof Tulln an der Donau präsentiert sich nach dem Umbau in einem neuen Design. Viele moderne Elemente wie Glas und Stahl wurden beim Umbau des Bahnhofs verwendet, wobei dennoch die Revitalisierung der historischen Bausubstanz im Mittelpunkt stand. Das Bahnhofsgebäude wurde unter den strengen Auflagen des Denkmalschutzes saniert und vereint nun modernen Kundenkomfort eingepackt in eine historische Optik von fast 150 Jahren. Mit seinen rund 8.000 Fahrgästen ist der Bahnhof Tulln ein wichtiger Verkehrsknoten. Der Umbau erfolgte deshalb auch unter laufenden Bahnbetrieb.

Gemeinsame Investitionen
Die Kosten für die Modernisierung des Bahnhofs Tulln belaufen sich auf rund 42 Millionen Euro. Zählt man die sogenannten Kontextprojekte – Bahnhofsvorplatz Süd, Lärmschutz, B&R-Anlage, Gleisarbeiten – dazu, kommt man auf insgesamt rund 57 Millionen Euro, die von den ÖBB mit Beteiligung des Landes Niederösterreich und der Stadt Tulln investiert wurden.

Arbeiten Bike&Ride-Anlage:
Die Arbeiten werden noch bis ins Frühjahr laufen. Jedenfalls bis Mitte Dezember wird die B&R-Anlage samt Beleuchtung neu gestaltet sein. Hierfür muss ab 22. Oktober das gesamte Untergeschoß für PKWs gesperrt werden. Die Stellfläche für Fahrräder wurde bereits verlegt, um die Arbeiten durchführen zu können.
Nach der Winterpause gehen die Reinigungs-, Maler- und Elektroarbeiten für die restlichen Bereiche im Parkdeck weiter und werden bis Februar/März 2019 abgeschlossen sein. Die Arbeiten finden in enger Abstimmung mit der Stadtgemeinde statt.

Seit dem Jahr 2010 wurden 63 Bahnhöfe in Niederösterreich modernisiert – darunter beispielsweise die Bahnhöfe Korneuburg, Bruck/Leitha, Hollabrunn und Neunkirchen. Auch in Zukunft wird der Ausbau der Bahninfrastruktur in Niederösterreich weiter forciert. Im November 2017 wurde die „Grundsatzvereinbarung über ÖBB-Infrastrukturmaßnahmen in Niederösterreich“ von BMVIT, Land Niederösterreich und ÖBB unterschrieben, in der sich die Partner auf Investitionen von 525 Millionen Euro in die Bahninfrastruktur in Niederösterreich verständigt haben.

Autor:

Angelika Grabler aus Klosterneuburg

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