Gartenstadt Tulln
Leitlinien für noch mehr Klimaschutz im öffentlichen Raum

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TULLN (pa). Die Stadtgemeinde Tulln ist als Gartenhauptstadt Österreichs bereits jetzt auf kommunaler Ebene Vorreiter in Sachen Klima- und Umweltschutz. Um dieses Bekenntnis noch zu unterstreichen, werden seit Herbst 2018 im Rahmen des neu entstehenden Stadtentwicklungskonzeptes klare Leitlinien erarbeitet. Das Ziel: Die umwelt- und klimagerechte Gestaltung des öffentlichen Raumes sowohl im gemeindeeigenen als auch im privaten Bereich mit teils innovativen Ideen weiter voranzutreiben – z.B. durch grüne Fassaden oder begrünte Supermarkt-Parkplätze.
„Bereits jetzt agieren wir in Sachen Klima- und Umweltschutz auf sehr hohem Niveau, das zeigen z.B. die extrem vielen und rein ökologisch gepflegten Grünräume in der Stadt oder auch unsere 14.000 Bäume, die allesamt in einem Baumkataster erfasst sind. Nun wollen wir eine strategische Leitlinie festschreiben – für uns selbst, aber auch für Kooperationen mit z.B. Supermärkten oder Wohnbauträgern, um Maßnahmen zum Klimaschutz im öffentlichen Raum auf noch breitere Beine zu stellen und auch der Bodenversiegelung durch Dritte besser entgegenarbeiten zu können“, so Bürgermeister Peter Eisenschenk.

Leitlinien und Vorschläge werden erarbeitet

Um die umweltgerechte Ausgestaltung von öffentlichen Räumen als klare Leitlinie der Gartenhauptstadt noch weiter voranzutreiben, hat Bürgermeister Eisenschenk bereits im Spätsommer 2018 die ARGE Stadtgrün mit einer Evaluierung in zweierlei Stoßrichtungen beauftragt:
> Einerseits im gemeindeeignen Wirkungsbereich, um innovative und umweltgerechte Vorschläge zur Gestaltung des öffentlichen Straßenraumes zu machen.
> Andererseits in Bezug auf mögliche Einflussmöglichkeiten und Kooperationen der Gemeinde mit privaten oder gewerblichen Grundeigentümern bzw. Hauserrichtern zur umweltfreundlichen Gestaltung ihrer Flächen statt blinder Bodenversiegelung.

Hohes Niveau

Nationale und internationale Best-Practice Beispiele wurden in dieser Voruntersuchung herangezogen, um in Workshops mit internen und externen Experten entsprechende Vorschläge zu erarbeiten.
„Tulln ist zurecht bereits jetzt die Gartenstadt Österreichs. Dennoch ist es wichtig, trotz des bereits erreichten hohe Niveaus die Funktionalität des städtischen Grüns noch weiter auszubauen.“, so ARGE Stadtgrün-Experte und „Wilder Gärtner“ Alexander Schmidhammer.
„Auf Basis der Leitlinie wollen wir die enorme Bedeutung von städtischem Grün für Umwelt und Klima stärker hervorheben – von CO2-Reduktion bis zu positiven Effekten für das Mikroklima“, so die Tullner Landschaftsplanerin Agnes Feigl, ebenfalls im Team der ARGE Stadtgrün.

Verankerung im Stadtentwicklungskonzept zeigt Priorität

Dieses Thema ist hinsichtlich des nicht zu leugnenden Klimawandels gesamtgesellschaftlich von so essentieller Bedeutung, dass die Stadt es im derzeit neu entstehenden Stadtentwicklungskonzept integrieren wird. Im Stadtrat am 15. Mai stand daher die Beauftragung für die Erstellung eines Konzeptes der ARGE Stadtgrün um 8.000 Euro auf der Tagesordnung.
„Es muss uns bewusst sein, dass wir bei der Dynamik Tullns als Wirtschaftsstandort die Versiegelung von Flächen nicht vollständig verhindern werden können – aber wir können entgegensteuern und mittels Leitlinien auch private und gewerbliche Bauherren zu mehr Grün überzeugen“, so Eisenschenk.

Empfehlungen und Vorschläge für zukünftige Projekte

Das zu erarbeitende Konzept der ARGE soll in das Stadtentwicklungskonzept im speziellen Bereich der klimatechnisch wertvollen Straßen- und Grüngestaltung einfließen und planerische Empfehlungen enthalten – z.B. über naturnahe Entwässerung und Biodiversität, aber auch über die Erarbeitung von Strategien zur Gestaltung des öffentlichen und privaten Grünraumes der Stadt. Weitere gesamtgesellschaftliche Themen, die auf ähnliche Weise in das Stadtentwicklungskonzept einfließen, sind Digitalisierung und Mobilität.

Ausgezeichnete Gartenstadt

Die Stadtgemeinde Tulln hat in den letzten Jahren große Beiträge zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet, die auf kommunaler Ebene Vorbildwirkung erzielt haben und mehrfach ausgezeichnet wurden – zum Beispiel mit dem Österreichischen Solarpreis, dem Energy Globe, dem Österreichischen Bodenschutzpreis und dem “Eurosolar“. Projekte im Einklang mit der Natur umzusetzen, hat in allen Bereichen der Gartenstadt Priorität – auch bei der Gestaltung von Straßen und Erholungs- und Grünräumen. Aktuelle Beispiele dafür sind die naturnahe Adaptierung der Donaulände oder die Neugestaltung der Konrad-von-Tulln-Gasse, u.a. mit insektenfreundlichen Staudenbeeten.

Projekte im Einklang mit der Natur umzusetzen, hat in allen Bereichen der Gartenstadt Priorität – ein Musterbeispiel dafür ist die naturnahe Adaptierung der Donaulände mit insektenfreundlichen Staudenbeeten. Von der Stadtgemeinde unter Bürgermeister  Peter Eisenschenk wurde die ARGE Stadtgrün damit beauftragt, Leitlinien für innovatives und funktionales Stadtgrün zu erarbeiten. Mit im Team der ARGE sind u.a. der „Wilde Gärtner“ Alexander Schmidhammer und die Landschaftsplanerin Agnes Feigl.
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