Stadt Tulln und Landwirt im Clinch
Nitzing: Radweg führt ins "Nirvana"

Herbert Wimmer trägt sein Vorliegen in der Gemeinderatssitzung vor.
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  • Herbert Wimmer trägt sein Vorliegen in der Gemeinderatssitzung vor.
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NITZING / TULLN. Gerne und immer öfter treten die Tullner in die Pedale, ob in die Arbeit zu gelangen oder die schönen Herbsttage zu genießen. Doch das ist nicht immer möglich, weil der Radweg ins Nirvana führt. So auch von Nitzing nach Tulln. Warum das so ist, und was gefordert wird, das erläuterte Landwirt Herbert Wimmer, der die Sitzungsunterbrechung der Tullner Gemeinderatssitzung für seine Wortmeldung zum Anlass nahm und das Thema aufs Tableau brachte.

Verkehrssicherheit

"Das ist eine endlos lange Geschichte", leitete er ein. Genau genommen handelt es sich um fünf Ackerflächen, auf denen ein Radweg errichtet werden soll. Zwei davon sind in Wimmers Händen, der Rest gehört bereits der Stadt Tulln. Wimmer fordert einen Grundtausch – bei einem Lokalaugenschein einen Tag später meinte er, dass ihm "das Geld und der Tausch nicht so wichtig" seien. Vielmehr gehe es ihm um die Verkehrssicherheit. Wenn er den Streifen für den Radweg zur Verfügung stelle, dann "ist das hier wie eine Autobahn", spricht er die Schnellfahrer an. "Uns liegt der Radweg auch am Herzen", meinte TVP-Bürgermeister Peter Eisenschenk in der Sitzung, bedankte sich, dass er (Wimmer) das wichtige Thema angesprochen habe und lud den Landwirt zur Besprechung mit dem Planungs- und Verkehrsstadtrat ein. NEOS-Mann Herbert Schmied forderte eine öffentliche Abwicklung der Causa, dem auch der Stadt-Chef zustimmte.

Keine Einigung möglich

Auf Anfrage der Bezirksblätter heißt es nun aus dem Rathaus: „Der Radweg zwischen Nitzing und Tulln ist ein lang gehegter Wunsch vieler Bewohner. Um die dafür notwendigen Flächen zu erhalten, haben Vertreter der Stadtgemeinde mit den betroffenen Grundeigentümern verhandelt. Es konnte mit allen eine Einigung erzielt werden, nur nicht mit Herrn Wimmer. Ich teile die Meinung der Verhandler der Stadtgemeinde, dass die Forderungen von Herrn Wimmer bei weitem nicht gerechtfertigt sind. Warum das so ist, werden wir im Ausschuss präsentieren. Auch Herr Wimmer ist zu dieser Sitzung eingeladen und kann seine Sicht der Dinge darstellen“, sagt Johann Mayerhofer, Stadtrat für Grundangelegenheiten.
Bezüglich der Verkehrssicherheit: Auf Drängen von Anrainern, unter anderem auch von Herrn Wimmer, konnte die Stadtgemeinde Tulln eine 50 km/h Beschränkung bei der BH Tulln erwirken.

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