EU-Wahl
Trinkwasser ist kein "Cold Case"

Im Europäischen Parlament mit Lukas Mandl im Gespräch: Kraft, Hirss, Simhofer, Zeiler (alle Bezirksblätter).
  • Im Europäischen Parlament mit Lukas Mandl im Gespräch: Kraft, Hirss, Simhofer, Zeiler (alle Bezirksblätter).
  • Foto: Thomas Thaler
  • hochgeladen von Karin Zeiler

Packen und abwarten: Letzte Sitzung im EU-Parlament vor der Wahl am 26. Mai. Die Bezirksblätter waren vor Ort.
STRASSBURG / NÖ. Die Unterlagen sind in Metallkisten verpackt, die Umzugskartons gestapelt, die Büros leer. Es fühlt sich an, als wäre das Ende eines Schuljahres herangebrochen, nur das Zeugnis fehlt. Das Zeugnis bekommen die Abgeordneten des EU-Parlaments jedoch erst am 26. Mai. Denn da schreiten die Österreicherinnen und Österreicher zur Wahlurne.
Bei der letzten Sitzung in der Legislaturperiode wurden 91 Dossiers zur Abstimmung gebracht, unter anderem auch jenes, der CO₂-Reduktion von LKWs um 30 Prozent bis zum Jahr 2030. Und dieses Thema fällt unter den Wirkungsbereich des Abgeordneten Lukas Mandl (ÖVP). „Dieser Beschluss wird dazu führen, dass LKW-Produzenten ihren Weg der Entwicklung sauberer Antriebsformen konsequent weitergehen“, erklärt er. Und das bringe neue Arbeitsplätze und Märkte für Umwelttechnologien, weil Europa Spitzenreiter bei sauberen Energieformen, im Speziellen bei sauberen Antriebsformen ist. Zudem sei Österreich eine starke Zulieferregion für diesen Bereich. Dafür schlägt Mandls Herz, ebenso wie für das Thema des Katastrophenschutzes, wo es heißt, dass sich Europa selber helfen soll. „In Niederösterreich haben wir das dichteste Netz der Welt, was die freiwilligen Feuerwehren betrifft“, so Mandl.

Wie in Hollywood

Das Vorzeigeprojekt? Sauberes Trinkwasser für alle Europäer. Dementsprechend wurde die sogenannte Trinkwasserrichtlinie erarbeitet, die Verhandlungen waren hart und das ist kein "Cold Case", so Mandl. Seine Intention ist es, dass zwei Millionen Menschen sauberes Trinkwasser bekommen. Warum er letztendlich doch dagegen gestimmt hat? „Die Kommission wollte eine extra Regulierung vorschreiben. Das brauchen wir in Österreich nicht, schließlich kommt kein Tropfen Oberflächenwasser in die Leitung. Für die Zielerreichung braucht es ganz andere Maßnahmen". Das Ergebnis wäre gewesen, dass man zehn Volluntersuchungen durchführen hätte sollen, dabei reiche heute in Österreich eine einzige aus. Abgeschlossen ist das Thema noch nicht: „Das ist wie ein Monster in einem Hollywoodfilm, das kommt auch im nächsten Teil wieder". Im Fall der Trinkwasserrichtlinie sozusagen in der nächsten Legislaturperiode. Und da wird die frisch gewählten Abgeordneten auch das Thema ländlicher versus urbaner Raum beschäftigen, wo die europäische Regionalförderung schon bisher gegriffen hat: „Ein Drittel des EU-Budgets – 300 Milliarden Euro – sind da reingeflossen“, so Mandl, der betont, dass Niederösterreich die Fördertöpfe zu 95 Prozent ausschöpft. Und die restlichen fünf? Dazu müsse die Abwicklung und die Bürokratie nochmals vereinfacht werden. Auch ein Punkt, der die Politiker beschäftigen wird.

Wordrap mit Lukas Mandl:
EU-Parlament: Der Familientisch der europäischen Familie.
Brüssel: Hauptstadt Europas.
Vorzugsstimmen: Der entscheidende Einfluss der Bürger auf ihre Vertretung in der EU.
Trinkwasser: Ein Schatz Österreichs, den wir immer verteidigen müssen.
Gurkenkrümmung: Eine Legende über Bürokratismus.
Fördertöpfe: gehören durch kluge Töpfe abgeholt wie das viele niederösterreichische Gemeinden und Betriebe und zivilgesellschaftliche Gruppen Gott-sei-Dank machen.
Vision: Eine Vision zu haben ist genauso wichtig wie die harte Arbeit, um die dann zu erreichen.

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