Von Agent Orange zum Gen-Mais

Viele bezeichnen die Kreuzung von Tomate und Fisch (zur Steigerug der Resistenz gegen Kälte) beispielsweise als 'Eingriff in die Schöpfung' - in der Natur gibt es so etwas nicht
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  • Viele bezeichnen die Kreuzung von Tomate und Fisch (zur Steigerug der Resistenz gegen Kälte) beispielsweise als 'Eingriff in die Schöpfung' - in der Natur gibt es so etwas nicht
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Stellen Sie sich vor: Sie kaufen bei ihrem Fleischhauer Schnitzel. Und finden auf ihrer Rechnung dann: 3 EURO Lizenzgebühr für „Schnitzelpatent“. Phantasie? Nicht, wenn es nach Gentechnikkonzernen geht!

GROSSWEIKERSDORF(tw). Kopfschüttelnd lauschten die Besucher den Ausführungen vom Experten und Buchautor Klaus Faißner bei „Gefahr Gentechnik“ im vollbesetzten Saal des Gasthauses Andreas Maurer. Nicht nur, dass es eine verkehrte Welt ist, in der genbehandelte Nahrungsmittel nicht gekennzeichnet werden, sondern auf die Genfreiheit eines Produktes hingewiesen werden muss. Nachdem mit Gen-Futter aufgezogene Schweine beispielsweise keine „Original-Tiere“ mehr sind, hat US-Biotechnik-Konzern Monsanto (Reingewinn 2009 über zwei Milliarden!) nun sogar beispielsweise Patente auf Schinken und Schnitzel angemeldet! Um dann Lizenzgebühren in Millionen-, eher Milliardenhöhe, einstreifen zu können. Monsanto hat übrigens eine lange Erfahrung mit chemisch „behandelten“ Pflanzen: Vor über 40 Jahren lieferten sie im Vietnam-Krieg das Entlaubungsmittel „Agent Orange“. Und seit 1917 schon hagelt es Klagen, Verbote und Strafzahlungen für Monsanto-Produkte!

Ganz zum Krimi entwickelte sich der Abend dann bei den Erzählungen des ehemaligen hessischen Bauern Gottfried Glöckner. Als einer der ersten deutschen Landwirte setzte er auf die Gentechnik des Futtermittelkonzerns Syngenta, bis er nicht nur die Gefahren erkannte, sondern selbst seinen gesamten Viehbestand durch genbedingte Schädigungen verlor. Und mittlerweile seine gesamte Existenz als Landwirt. Er ließ sich auch mit Angeboten von Mähdreschern, Immobilien und viel Geld nicht mundtot machen, heute muss er sogar um sein Leben bangen. Vor allem deckte er auch die Verbindungen von Konzernen mit der Politik und „unabhängigen“ Gutachtern auf. Korruption? Naja, nennen wir es Lobbying!

Jedenfalls ging jeder mit dem Gefühl heim, dass Großkonzerne die Macht über die Nahrungsmittel übernehmen wollen. Und damit die Weltherrschaft …

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