31.10.2016, 11:17 Uhr

"Burnout ist out"

Beim Interview: Manuela Weinberger mit Karin Zeiler.

Belastungen privater oder beruflicher Natur können krank machen. Tipps gibt eine Lebensberaterin.

SIEGHARTSKIRCHEN / ST. PÖLTEN. Trennung, Krankheit, zu viel Arbeit: Wie es zu einem Burnout kommen kann und wie man dies verhindert, erzählt Manuela Weinberger im Rahmen ihres Vortrages - "Burnout ist out! – Wie beuge ich Stress und Überforderung vor". Die Bezirksblätter trafen sie zum Interview.

Wie erkennt man ein Burnout?
In vielen Fällen ist es so, dass sich Panikattacken zeigen, und dass Menschen depressiv und antriebslos werden. Das Verhalten macht sich bereits Wochen und Monate vorher breit.

Wie äußern sich Panikattacken?
Unterschiedlich, etwa schreckhaftes Aufwachen durch Albträume mit starker Atemnot. Oder auch die Angst vor Menschenmassen in Einkaufszentren, manche Menschen leiden auch beim Autofahren unter Panikattacken, müssen den Pkw abstellen und aussteigen.

Ist dies eine Form der Angst?
Ja, es ist vor allem ein Gefühl von Angst – man könnte es auch als eine Art Todesangst beschreiben. Wobei es aber in diesem Moment keinen Grund dazu gibt, Angst zu haben. Die Panikattacke kommt überraschend, sozusagen meistens ohne Vorwarnung – und genau das ist das Schlimme daran: die Unberechenbarkeit.

Wie geht man mit einem Burnout um?
Das Wichtigste ist, dazu zu stehen, dass man ein Burnout oder dass man Panikattacken hat. Dafür muss sich kein Mensch schämen. Das wäre schon der erste Weg zur Besserung. Aber die richtige Behandlungsmethode muss dann jeder für sich selber finden, denn jeder Mensch ist anders, reagiert anders und jeder Mensch benötigt seine individuelle Behandlung. Noch viel wichtiger wäre es meiner Meinung nach, jedoch darauf zu achten, dass man es gar nicht erst so weit kommen lässt.

Tipps für den Alltag und gegen Burnout
Öfter Lächeln – das Leben nicht zu schwer nehmen! Nein sagen, wenn man genügend zu tun hat. Aus dem Fenster sehen und zehn Mal tief ein- und ausatmen! Ausreichend und regelmäßig schlafen! Kurz-Urlaub einplanen! Entspannungstechniken erlernen und in den Alltag integrieren!
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