28.03.2017, 13:28 Uhr

Die Freche Fritzi ist das Früchtchen im Gemüsebeet

Obmann-Stellvertreter der NÖ Gärtnervereinigung Karl Auer, Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsident Otto Auer und Obmann-Stellvertreter der NÖ Gärtnervereinigung Wolfgang Praskac. (Foto: LK NÖ/Eva Lechner)

Bei der Tullner Messe „Pool & Garden“ wurde das freche Gemüse erstmals präsentiert.

TULLN (red). Ein frühreifes Früchtchen haben die Österreichischen Gärtner zum Gemüse des Jahres 2017 gekürt: Die freche Fritzi. Als gebürtige Verwandte der Paradeiser zählt sie zwar zum Gemüse begeistert aber mit ihrem süßen Geschmack. Erhältlich ist sie ab Mitte April bei ausgewählten Gärtnereien in NÖ. Bei der Tullner Messe „Pool & Garden“ wurde das freche Gemüse erstmals präsentiert.

„Es freut mich, dass unsere Gärtner heuer eine wirklich ausgefallene Pflanze zum Gemüse des Jahres gekürt haben. Mit der Ananaskirsche hält eine unbekanntere Gemüseart Einzug ins Beet vieler Hobbygärtner und bietet den teilnehmenden Gärtnereien, eine Möglichkeit, ihren Kunden etwas Ausgefallenes anzubieten“, freut sich Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsident Otto Auer. Eines ist dabei gewiss: Die Freche Fritzi gibt so manchem Vitaminliebhaber Rätsel auf. Ist sie nun ein Gemüse oder doch ein Obst? Denn im inneren der pergamentartigen Hüllblätter verbergen sich kirschgroße, Früchte. Ab Juni fallen sie zu Boden und können genascht werden. Trotz ihres süßen Geschmacks zählt die Ananaskirsche zur Paradeiser-Verwandtschaft und damit ganz offiziell zum Gemüse.

Was liebt das Früchtchen im Gemüsebeet

Nach den Spätfrösten kann die freche Fritzi ins Freie gesetzt werden. Sie liebt Sonne oder hellen Halbschatten, wird etwa 60 cm hoch und einen Meter breit. Sie fühlt sich in großen Töpfen, Ampeln, Kübeln oder Trögen am wohlsten. Das Gemüse möchte regelmäßig aber sparsam gegossen werden. Für gute Erträge sollte ein- bis zweimal pro Woche gedüngt werden. „Hat man die freche Fritzi ins Beet gepflanzt, empfehlen wir den Boden mit Mulchvlies oder Folie abzudecken, um die reifen Früchte vor Verschmutzung zu schützen. Dann steht einem reichen Fruchtgenuss nichts mehr im Weg“, sind sich die beiden Obmann-Stellvertreter der NÖ Gärtnervereinigung Karl Auer und Wolfgang Praskac einig. Ab Mitte April sind die Gemüsepflanzen in heimischen Gärtnereien erhältlich. Alle Gärtnereien, die die Freche Fritzi führen, findet man auf www.gartenbau.or.at.

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