11.12.2017, 10:28 Uhr

"Möchte nur gesund sein"

Hündin Lola, Chrstoph Strenn mit Gattin Katrin und Sohn Paul. (Foto: Zeiler)

Spielertrainer Christoph Strenn über Isolation, Hochzeit und den einzigen Wunsch ans Christkind.

ABSDORF / KORNEUBURG. "Ich geh mal den Paul wickeln", sagt Christoph Strenn, der seinen Sohn im Arm hält und sich für kurze Zeit entschuldigt. Gattin Katrin kredenzt in der Zwischenzeit Kaffee und erzählt, wie es sich anfühlt, dass ihr Mann wieder daheim ist. Achteinhalb Wochen hat der 31-jährige Justizwachebeamte Christoph Strenn in Isolation verbracht. Wie die Bezirksblätter berichtet haben, leidet er an einer seltenen Krankheit, der sogenannten aplastischen Anämie, einer Sonderform der Blutarmut.
Am 1. September 2017 veränderte sich das Leben der Familie drastisch, nach einem Match kam der Spielertrainer von Ruppersthal zwar nach Hause, doch blaue Flecken machten sich auf seinem ganzen Körper breit, Katrin drängte auf eine Abklärung im Krankenhaus. Doch dieses sollte ihr Christoph lange nicht mehr verlassen.

Kampf ums Überleben

Während der knappen neun Wochen wurde er isoliert, Sohn Paul durfte ihn drei Mal besuchen, die hochschwangere Gattin wurde zur Alleinerzieherin. "Das wünscht man keinem", sagt sie und blickt ihrem Christoph tief in die Augen. Anfang November durfte er das Krankenhaus verlassen, die Therapie dauert noch an, ein Stammzellenspender sei gefunden, doch müsse man jetzt noch abwarten, ob und wie stabil der Gesundheitszustand das 31-Jährigen ist oder besser gesagt bleibt. Wöchentliche Besuche und tägliche Tabletteneinnahmen gehören jetzt zu seinem Leben, das Immunsystem habe sich so weit erholt, doch das kann sich jederzeit ändern. Das wissen Katrin und Christoph. "Die Krankheit hat uns noch näher zusammengebracht", so Katrin, die liebevoll ihren Ehering dreht. Der steckt erst seit Ende Oktober an ihrem Finger. Auch wenn das so nicht geplant war, aber "die Hochzeit im Krankenhaus war schön". Das Ereignis gab beiden Kraft, positive Gedanken in einer lebensbedrohlichen Situation zu haben, ist nicht immer leicht. "Und diese Ungewissheit", sagt Christoph, "sie macht dich verrückt". Auch einer Notoperation musste er sich unterziehen, "dass es sich hierbei um Leben und Tod handelte, wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht", schildert Katrin gefasst. Was sich die beiden vom Christkind wünschen? "Dass ich gesund werde und bleibe", sagt Christoph und "dass ich bei der Geburt von Pia (vorauss. in zwei Wochen) dabei sein kann".

Zur Sache:
Die Bezirksblätter Niederösterreich helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Wir haben nachfolgendes Spendenkonto für Christoph Strenn eingerichtet, lautend auf:
Bezirksblätter Niederösterreich, AT715300004455000500,
HYPNATWW, "Kennwort Christoph Strenn".

Hier geht's zu weiteren Artikeln:
Bezirksblätter NÖ: "Wir helfen Christoph"
Justizfamilie war überwältigt

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