03.09.2014, 09:55 Uhr

Nachzipf erhöht Lerndruck auf Schüler

Katrin Eisenschenk bereitet Nachhilfe-Kind Adrian Rodas Reyna auf seine Nachprüfung in Deutsch vor.

Trotz Nachprüfungen und Lernen in den Ferien muss der Sommer nicht gleich vorbei sein – oder etwa doch?

BEZIRK TULLN. Endlich Sommerferien! Mit diesem Gefühl gehen die Schüler in die wohlverdiente Schulauszeit. Einige müssen aber auch in den Ferien pauken und sich auf eine Nachprüfung vorbereiten. Die Bezirksblätter haben sich im Bezirk Tulln umgehört und gefragt, wie man am besten damit umgeht.

Die Regelmäßigkeit macht’s aus
Bei den Englisch-Spezialisten des Helen Doron Learning-Centers sind Nachprüfungen eigentlich kein Thema: "Die Kleinen werden bei uns im Nachhilfe-Institut bestens auf den Unterricht, Schularbeiten und Tests vorbereitet. Durch regelmäßige Lern-Einheiten fühlen sie sich sicher und haben auch keine Prüfungsangst. So beugen wir Nachprüfungen schon vor", sagt Leiterin Karin Harreither. Kontinuierliches Mitlernen und regelmäßige Mitarbeit rät auch Tanja Roch, Lehrerin der Neuen Mittelschule Marc Aurel: "Kommen die Kinder im Unterricht trotzdem nicht mit, sollten sie sich an Mitschüler oder auch an ihre Eltern wenden. Gerade in der Sekundarstufe I ist es wichtig, dass Eltern ihren Kindern beistehen und sie unterstützen. Sollten sie sich dieser Situation nicht gewachsen fühlen, wäre es ratsam Hilfe anzunehmen und diese auch zeitgerecht zu organisieren."

Nicht den Kopf hängen lassen
Kommt es aber doch zu einer Nachprüfung, dann rät Katrin Eisenschenk, Inhaberin des Tullner Nachhilfeinstituts "Lerninsel Katrin Eisenschenk", Folgendes: "Drei bis vier Wochen intensives Lernen reicht meist aus, um einen Jahresstoff gut wiederholen zu können. Wenn die Kinder im Juli Pause machen, ein bisschen abschalten und sich vom Schulstress erholen und dann Anfang August mit dem Wiederholen anfangen, sollten sie mit professioneller Hilfe gut zurechtkommen." Mit den Nachhilfe-Stunden alleine ist es aber nicht getan: "Es ist wichtig den Kindern auch Hausübungen zu geben, damit sie sich zuhause noch selbst mit dem Stoff auseinandersetzen", sagt Eisenschenk.

Eine Garantie gibt es nicht
Rene Karpfensteiner hat sich den Sommer nicht vermiesen lassen: "Ich lerne zwar seit der zweiten Ferienwoche fast täglich zwei Stunden, aber für Schwimmbad, Freunde und Urlaub hatte ich trotzdem Zeit." Die Anspannung ist da, er fühlt sich aber sehr sicher und geht mit einem guten Gefühl in die Prüfung. Eine Garantie zum Bestehen kann man als Nachhilfe-Institut allerdings nie abgeben:"Eigenständigkeit und Eigenwille der Schüler – man kann nie miteinplanen, dass die Schüler auch zuhause wirklich ihren Beitrag zum Lernerfolg leisten", betont Nachhilfe-Lehrerin Eisenschenk. Maria Beran
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