20.10.2016, 13:05 Uhr

"Schließung der LFS wäre verheerender Fehler"

Presseaussendung der Landesschülervertretung Niederösterreich: Einsatz für den Erhalt der Landwirtschaftlichen Fachschulen Niederösterreichs

TULLN (red). Wenn es nach Bildungslandesrätin Barbara Schwarz geht, sollen In den kommenden fünf Jahren Landwirtschaftliche Fachschulstandorte aufgelassen, fusioniert oder umfunktioniert werden.

Für die Umsetzung werden 100 Millionen Euro seitens des Landes investiert. Grund dafür sind Angaben einer Studie, die besagen, dass bis 2025 die Anzahl an Landwirten in Niederösterreich von 40.000 auf 30.000 sinken soll.

Unsere Fachschulen in NÖ haben alle einen hohen Standard punkto Ausbildung und den Schülern wird von Lehrern und erfahrenen Landwirten mit großem Wissen, Wichtiges für Ihre Zukunft in der Landwirtschaft beigebracht. Unser spezialisiertes und exzellent ausgeprägtes Bildungssystem im landwirtschaftlichen Sektor wird dadurch massiv geschwächt, im gleichen Zug gefährdet man ein seit Jahrzehnten aufgebautes, gut durchdachtes und optimal aufgeteiltes Schulwesen.

Die Zusammenlegung ähnlicher Schulen bzw. die Schließung einiger Standorte wäre ein fataler Fehler und würde für das ganze Bundesland bedeuten einen enormen Rückschritt zu machen. Im Vorjahr strich man den landwirtschaftlichen Fachschulen die Förderung um Maturalehrgänge zu absolvieren und nun will man die Schulstandorte selbst streichen.

Unser niederösterreichisches Landwirtschaftliches Bildungswesen hat einen sehr hohen Standard. Nicht zuletzt, weil wir die „Kleinstrukturierung“ der LFS noch innehaben und somit an den zurzeit noch 18 Fachschulen auch 18 verschiedene ausgezeichnete Qualifikationen erlernen können.

Aus einem System, das klein aber fein ist, noch weniger zu machen, ist unserer Meinung nach reiner Suizid.
Als Landesschülervertretung sprechen wir uns klar für den Erhalt unserer Fachschulen aus, die man jetzt schließen will.
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