14.11.2017, 14:48 Uhr

"Schreiben ist wie Atmen"

Die Autorin Svea Kerling schrieb bereits drei Bücher. (Foto: Mantsch)

Für die Autorin Svea Kerling ist das Schreiben wie Atmen, es ist ein Teil von ihr, der sie erfüllt.

TULLN. Svea Kerling, die unter einem Pseudonym ihre Schreibkunst auslebt, ist Autorin mit Leib und Seele. Sie wurde 1974 in Kroatien geboren und kam kurz darauf nach Österreich, wo sie ihre Kindheit in einer kleinen Gemeinde im Weinviertel verbrachte. Ihre treuesten Begleiter auf der Suche nach Freunden und Akzeptanz waren stets Bücher. Vor allem die Werke von E. A. Poe faszinierten die Autorin schon im jungen Alter. Heute lebt sie mit Kind und Katz unweit der österreichischen Bundeshauptstadt.

Veröffentlichung durch Zufall

Das Schreiben gehört zu Svea Kerling, wie das Atmen. Sie beschreibt es nicht als Hobby, sondern als einen Teil von ihr, der zu ihr gehört. Die Kunst des Schreibens erfüllt sie, es ist ihre Art sich auszudrücken. Die Veröffentlichung ihres Erstlingswerkes wurde durch Zufall forciert. Begonnen hat alles mit einzelnen Textpassagen, die Kerling eines Tages im Internet veröffentlichte. Ein Verlag wurde darauf aufmerksam - die Auszüge und Kostproben der Autorin machten Lust auf mehr. So kam es, dass ihr erstes Werk "Schwarz oder weiß: Borderliner kennen kein Grau" im September 2014 erschien.  

Herzblut

Für die Autorin sind Bücher keine Konsumware per se. Ihr ist es nicht wichtig, eine Vielzahl von Büchern zu verkaufen. Sie möchte keine "Mainstream-Ware" produzieren, sondern eher das Gegenteil.  Deswegen setzt sie sich beim Schreiben auch keine Rahmenbedingen und keine fixen Ideen. Svea Kerling schreibt einfach drauf los, in ihren Büchern steckt auch ein Teil von ihr, ihr Herzblut. Ihre Inspiration ist das Leben - sie bringt ihre Gedanken, Erfahrungen oder Miterlebtes auf das Papier. Die Autorin durchlebt beim Schreiben eine Art Schöpfungsakt, der ihr auch mal Schmerzen bereiten kann und sie auslaugt. "Erst wenn ich alles zu Papier gebracht habe, gewinne ich einen gewissen Abstand", erzählt Svea Kerling.

Therapie im Sitzkreis

Das neueste Buch von Svea Kerling "Die Equipe - Der letzte Sitzkreis" ist eine Auseinandersetzung mit der Wahrheit, dem akzeptabelsten Irrtum und den verschiedenen Blickwinkeln auf die scheinbar erlebte Realität. In dem Roman führt das Schicksal vier Menschen zusammen, die auf einen Therapeuten und einen mysteriösen Mann mit Hut treffen. In einer Art Gruppentherapie wird jedem Teilnehmer die Möglichkeit gegeben, seine eigene Wirklichkeit und das Erlebte zu begreifen. Der Roman zeichnet sich dadurch aus, dass er den Lesern die Möglichkeit und die Freiheit gibt, sich mit den Darstellern zu identifizieren, sich oder Bekannte in den jeweiligen Personen wiederzuerkennen oder auch nur fassungslos den Kopf zu schütteln. "Ob der Leser in diesen Spiegel hineinblickt, er diesen auch als solchen erkennt, ist ihm selbst überlassen", meint die Autorin.

Neues Buch und Gewinnspiel

Svea Kerling arbeitet bereits an ihrem vierten Buch. Eines hat sie uns verraten: Dieses Mal soll es ein Krimi werden, in dem ein Inspektor - ein ganz eigener Kauz - die Hauptrolle übernimmt.  Haben wir Ihr Interesse geweckt? Die Bezirksblätter verlosen jeweils ein Exemplar der bereits erschienen Werke der Autorin "Schwarz oder weiß: Borderliner kennen kein Grau", "S. Kerling meets E.A. Poe" und "Die Equipe - Der letzte Sitzkreis". Versuchen Sie ihr Glück, wir drücken Ihnen die Daumen!

Die Aktion ist bereits beendet!

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